Das Handy wirkt derart edel, dass man es kaum in die mitgelieferte Schutzhülle einbetten mag, da dann die hochwertige Gehäusequalität nicht mehr fühlbar ist. Ein wenig irritierend sind allerdings die beiden unten eingebohrten Lautsprechergitter, denn tatsächlich wurde nur eine Box verbaut.

Das Display des Alcatel Shine Lite

Ein 5-Zoll-Display ist beim derzeitigen Phablet-Boom geradezu winzig, weshalb das TCL-Modell angenehm kompakt ist. Trotzdem sind die 1.280 x 720 Bildpunkte des Bildschirms etwas wenig. Die Pixeldichte beträgt 294 ppi, was knapp unterhalb der empfohlenen 300 ppi liegt.

Allzu scharf ist die Anzeige also nicht, wer ganz genau hinsieht, kann auch einzelne Bildpunkte entdecken. Dennoch wäre es falsch zu behaupten, dass die Qualität des IPS-Panels schlecht wäre. Die Farben sind sehr lebendig, ohne zu übertrieben zu wirken und die Blickwinkel sind äußerst stabil.

Die maximale Helligkeit hat uns ebenfalls begeistert, das Shine Lite trotzt auch Sonnenschein ziemlich gut. Im Gegensatz zu einem Großteil der Smartphones setzt der Hersteller beim Alcatel anstatt auf Gorilla Glass auf den Konkurrenten auf Dragontrail Glass.

Die Kratzfestigkeit sollte bei beiden Produkten jedoch identisch sein. Das Dragontrail Glass fühlt sich unserem Empfinden nach zwar einen Hauch härter an, was sich aber nicht negativ auf die Empfindlichkeit des Bildschirms auswirkt.

Das Display des Alacatel Shine Lite (beim eBook-Lesen)

Als eReader-Alternative taugt dieses Mobilgerät nur bedingt. Das hat zum einen mit dem im Vergleich zu eBook-Readern kleinen Bildschirm und zum anderen mit der Auflösung zu tun. Eine simple HD-Auflösung fällt bei eBook-Readern aufgrund des hohen Kontrastwerts des E-Ink-Panels weniger ins Gewicht.

Bei einem Handy führt die Kombination von 720p plus 5 Zoll plus IPS aber nicht unbedingt zu viel Lesespaß. Das Schwarz wirkt eher wie Dunkelgrau und es passen verhältnismäßig wenig Zeilen auf eine Seite. Positiv hervorzuheben ist allerdings das sehr reine Weiß des Shine Lite.

Dadurch wirken die virtuellen Buchseiten durchaus angenehm. Für ein kurzes Schmökern nach dem Frühstück reicht das Shine Lite also aus, für richtige Romane sollte man allerdings zum eReader greifen.

Performance: Das Shine bleibt etwas blass

 (c) Andre Reinhardt

(c) Andre Reinhardt

Wer sich etwas mit mobilen Chipsätzen auskennt, der weiß, dass ein Mediatek MT6737 keine Höchstleistungen vollbringen kann. Die Cortex-A53-Architektur wird bei teureren Smartphones meist als Stromspar-Cluster eingesetzt, beim Alcatel müssen die eigentlichen vier Kerne damit auskommen.

Gepaart mit einem Takt von 1,3 Gigahertz und einer Dual-Core Mali-T720 stellt das Shine Lite keine Leistungsrekorde auf. Rund 27.500 Punkte beim Benchmark AnTuTu zeugen von einer eher gemächlichen Performance.

Im Alltag fällt das zum Glück kaum auf. Die Oberfläche und die Apps agieren stets flüssig. Bei aufwendigeren 3D-Spielen geht das Smartphone jedoch etwas in die Knie. Hier können Ruckler und nicht registrierte Eingaben auftauchen.

Für Spieler ist das Handy also eher ungeeignet, bei Videos gibt es hingegen aufgrund der vergleichsweise geringen Auflösung keine Probleme.

Ausdauer: Entspricht dem verbauten Akku

Die 2.460 mAh der aufladbaren Batterie hören sich nicht viel an, für ein nur 7,5 Millimeter dickes und zudem noch sehr kompaktes Handy ist das jedoch ein guter Wert. Wir konnten mit einer Akkuladung locker über einen Tag kommen.

Eine Standby-Zeit von etwa 34 Stunden wurde bei zwei Stunden aktiver Nutzungszeit (90 Prozent Helligkeit) im Schnitt erreicht. Dabei kamen der Browser, diverse Apps und die Telefonie zum Einsatz. Wer das Handy nur gelegentlich in Gebrauch hat, dürfte auch auf zwei Tage Standby kommen.

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