Der Touchscreen ist zu einer alltäglichen Technologie geworden, die noch vor 25 Jahren in den Anfängen steckte und sich seitdem fest auf dem Markt etablierte. Kein Smartphone, Tablet, Notebook oder Musikplayer ist heute ohne Touchscreen vorstellbar.

Welche Touchscreen-Arten auf dem Markt verfügbar sind, darüber können Sie in unserem informativen Artikel nachlesen und erklären Ihnen darin die einzelnen Touchscreen-Technologien.

Kapazitive Touchscreens

Bei einem kapazitiven Touch Bildschirm – wie er auch im Bildungsbereich zum Einsatz kommt, siehe Ctouch – handelt es sich um ein berührungsempfindliches Display mit transparenter Folie, die über eine Metalloxid-Beschichtung verfügt und auf Glas auf laminiert ist. Mit einer Wechselspannung wird ein gleichmäßiges elektrisches Feld erzeugt und wird das Display berührt, reagiert es flink und exakt auf Eingaben.

Das elektrische Feld erfährt bei Berührung mit einem Finger oder Stylus eine Unterbrechung und Änderung der Spannung. Gegenüber einem resistiven Touchscreen ist kein Druck notwendig, weil das Tablet oder Smartphone schnell reagiert.

Die Multitouch-Bedienung ermöglicht es dem Display gleichzeitig auf unterschiedliche Berührungen zu reagieren und zu verarbeiten. Der Anwender kann etwa mit seinen Fingerspitzen auf dem iPad alle geöffneten Apps aufrufen, die dann in einer Reihe erscheinen und dies mit einem Wisch nach einzeln zeitsparend schließen.

Vorteile

  • Lange Haltbarkeit
  • Gestenbedienung
  • Multitouch-Funktion
  • Schnelle und genaue Reaktion auf Berührungen
  • Gute Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung

Nachteile

  • Kratzempfindliche Bildschirmoberfläche
  • Teure Fertigungskosten
  • Nur einzelne Touchscreens mit Stylus bedienbar

Das Apple iPad, iPhone und auch die Smartphones und Tablets anderer Hersteller setzen zum Großteil kapazitive Touchscreens ein. Diese Touchscreen-Variante hat sich über die Jahre bewährt, wird laufend weiterentwickelt und eröffnet neue Anwendungsbereiche etwa im Zusammenspiel mit der erweiterten oder virtuellen Realität.

Induktive Touchscreens

Als Induktive Touchscreens werden Displays bezeichnet, die im Vergleich der kapazitiven und resistiven Touchscreen-Technologie zur Bedienung einen Eingabestift mit integrierter Spule benötigen. Vor allem in Grafiktabletts werden induktive Touchscreens verwendet. Solche Displays können zum Beispiel für eine Touchscreen Präsentation verwendet werden, sprich für Displays, die bei Keynotes und im geschäftlichen Umfeld zum Einsatz kommen.

Diese spezielle Spule generiert ein elektromagnetisches Feld, dass von den integrierten Display-Sensoren genau erkannt wird. Basierend auf diesen erfassten Daten erfolgt die Ermittlung der exakten Position des Stylus. Je nach System lässt sich auch die Entfernung des Touchscreens vom Stift und der Neigungswinkel bestimmen.

Vorteile

  • Bildschirmoberfläche kann aus Glas und vergleichbaren starken Material bestehen
  • Ermittlung der Stiftposition bereits ab niedrigen Abstand über dem Display
  • Induktionsstrom auch zum Betrieb zusätzlicher Stift-Funktionen verwendbar
  • Neigungswinkel des Stiftes erkennbar

Basierend auf den Zusatzinformationen können Grafikprogramme die Eingaben mit den Stiften besser erfassen und auf diese Weise realistischere Zeichnungen ermöglichen. Der Stromverbrauch ist höher und daher sind induktive Touchscreens kaum für mobile Geräte wie Tablets einsetzbar.

Fazit

Die Touchscreens sprechen unterschiedliche Zielgruppen und Anwendungsbereiche an. In Geschäften, Tagungsräumen und Konferenzräumen finden kapazitive Touchscreens zunehmend Verwendung, weil diese vielfältig eingesetzt werden können und in zahlreichen Größen zur Verfügung stehen.

Zum Beispiel können in einem Konferenzraum die Mitarbeiter eines Unternehmens in neue Arbeitsabläufe besser eingearbeitet werden als mit klassischen Lernmethoden, bei der vorwiegend Papier zum Einsatz kommt.

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