Wir haben in der vergangenen Woche untersucht, ob LG mit seinem Smartphone-Flaggschiff tatsächlich ein Erfolgsrezept gefunden hat – im LG 4 Test.

Die Ausdauer des LG G4

In Sachen Akku-Ausdauer erreichten wir beim LG G4 Test einen Wert von 46 Stunden Standby bei einer Displayhelligkeit von 90 Prozent. Dabei war der Bildschirm rund 3 Stunden aktiv, und es wurden Gespräche von insgesamt 30 Minuten Länge geführt.

Während der Nutzung kamen die Kamera, der Browser, 3D-Spiele und Google-Maps sowie YouTube zum Einsatz. Der Vorgänger LG G3 hielt bei gleicher Anwendung etwa die Hälfte der Zeit durch. Man merkt also, dass LG die Ausdauer trotz gleicher Akkukapazität deutlich steigern konnte.

Letztes Jahr waren 2K-Displays eben noch in den Kinderschuhen, heute sind sie deutlich ausgereifter und stromsparender.

Software und Kamera des LG G4

Die Kamera leistet hervorragende Arbeit

Die Kamera leistet hervorragende Arbeit

Das Betriebssystem Android 5.1 Lollipop erkennt man kaum unter dem bunten LG-Anstrich. Wenngleich man dem Unternehmen zugutehalten muss, dass die funktionellen Änderungen meist sinnvoll sind.

Die Schnellzugriffe in der Benachrichtigungsleiste, der intelligent aufgeteilte Startbildschirm und die ausführliche Wettervorhersage sind Pluspunkte. Nett: Man kann sogar verknüpften Anwendungen ein neues Symbol zuweisen.

Der Fenster-Modus mit dem man mehrere Programme gleichzeitig verwenden kann, klappt reibungslos. Die App für die Universalfernbedienung funktioniert ebenfalls sehr gut und erkannte alle getesteten Geräte.

LG G4 Test: Prima Kamera

Was sagen wir allerdings zur Kamera des G4? Sie ist wohl das wichtigste Merkmal des Smartphones und sollte bestenfalls nicht enttäuschen. Machen wir es kurz: Diese Kamera ist definitiv die beste, die wir bislang bei einem Handy gesehen haben.

LG hat hier fast alles rein gequetscht um ein atemberaubendes Ergebnis zu liefern. Die 16 Megapixel bekamen eine vergrößerte Sensorfläche und eine lichtstarke Blende von f/1.8 spendiert. Der Laser-Autfokus und der optische Bildstabilisator wurden nochmals verbessert.

Des Weiteren gesellt sich ein Farbspektrum-Sensor zur Kamera, was genauso wie der manuelle Modus ein Novum bei Smartphones ist. Profis können sich hier richtig austoben. Nicht nur ISO und Weißabgleich lassen sich manuell regeln, sondern auch der Fokus und die Belichtungszeit.

Spaßeshalber haben wir das G4 sogar gegen eine Sony Alpha A58 antreten lassen. Bei offener Blende und manuellen Einstellungen beider Geräte lieferte das LG sogar bessere Ergebnisse als die SLT. Erst bei kleinerer Blende konnte die Alpha das G4 abhängen.

Eine phänomenale Leistung des Smartphones. Verwendet wurde das Standard 18-55 Kit-Objektiv von Sony.

LG G4 Test: Fazit

Hätte es doch wenigstens einen Aluminiumrahmen – dann wäre dieses Smartphone schlichtweg perfekt. Die Materialwahl, die der verbauten Technik einfach nicht würdig ist, ist nämlich das einzige, das man dem G4 wirklich ankreiden kann.

Die Performance ist zwar nicht im oberen Sektor – aber mehr als ausreichend. Das Display ist eine Wucht, die Kamera deklassiert die Konkurrenz. Auch alltägliche Aufgaben wie die schlichte Telefonie oder die Wiedergabe von Musiktiteln meistert das G4 ohne zu schwächeln.

Ebenfalls lobenswert ist die immens gestiegene Standby-Zeit im Vergleich zum Vorgänger. Wen das Plastikgehäuse nicht stört, der kann ohne Bedenken zugreifen. Hier gibt es richtig viel Smartphone fürs Geld.

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LG G4 im Test: Die Kamera ist eine Wucht
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