LG macht bei seinem diesjährigen Flaggschiff vieles anders als die Konkurrenz: Plastik und Leder statt Glas und Aluminium – der Fokus liegt auf der Kamera, nicht auf dem Chipsatz. Wir haben in der vergangenen Woche untersucht, ob der südkoreanische Hersteller damit tatsächlich ein Erfolgsrezept gefunden hat – im LG 4 Test.

Das LG G4 stellt sich unserem Test-Parcours

Das LG G4 stellt sich unserem Test-Parcours

Samsung kommt derzeit bei den Quartalszahlen etwas ins Straucheln. Das Galaxy S6 spaltet die Lager, hauptsächlich wohl aufgrund des fehlenden microSD-Kartenschachtes und des fest verbauten Akkus.

Beide Komfortfunktionen hat das LG G4 beibehalten. Die ohnehin schon gute Kamera des Vorgängers wurde dabei nochmals kräftig aufgewertet, beim Design hat sich hingegen kaum etwas verändert.

Schon ab 489 Euro wandert LGs aktuelles Flaggschiff über den Ladentisch, ein enormer Preisverfall im Vergleich zur Konkurrenz. Dabei bekommt man für sein Geld ordentlich etwas geboten.

  • – 5,5 Zoll IPS-Display mit 2.560 x 1.440 Pixel
  • – Snapdragon 808 Hexa-Core-Prozessor mit 2x 1,8 Gigahertz und 4x 1,5 Gigahertz
  • – Adreno 418-Grafikchip
  • – 3 GB RAM
  • – WLAN, Bluetooth, GPS, 3G, 4G (LTE CAT9 / CAT6 nutzbar)
  • – Micro-USB-Anschluss, 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • – 32 GB interner Speicher (erweiterbar per microSD)
  • – 16-Megapixel-Hauptkamera und 8-Megapixel-Frontkamera
  • – 3.000 mAh Akku
  • – Android 5.1-Betriebssystem
  • – Micro-SIM-Kartenschacht

Das kling nach einem stimmigen Gesamtpaket, das kaum Wünsche offen lässt. Kleine Feinheiten wie eine Universalfernbedienung und ein UKW-Radio sind ebenfalls nette Dreingaben, die heutzutage bei den Highend-Smartphones keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

Lieferumfang und Gehäuse des LG G4

Ein Eyecatcher ist die Verpackung des Gerätes nicht unbedingt. Die im unteren Bereich der Kartonage leicht geschwungene Form deutet wohl das minimal gebogene Display des G4 an. Auf der Oberseite ragt ein Aufkleber mit dem Gerätenamen in goldener Schrift hervor, ansonsten dominiert Weiß die Szenerie.

Das Innenleben hingegen kommt in Rot daher und bringt in einem Couvert die Schnellanleitung und in einer kleinen Schachtel die QuadBeat 3 getauften Kopfhörer. Ein Netzteil und ein Micro-USB-Kabel komplettieren den Lieferumfang.

Die Kartonage kommt recht schlicht daher

Die Kartonage kommt recht schlicht daher

Ein Auswurf-Tool für den SIM-Schacht braucht man nicht, da sich der Akkudeckel des LG G4 öffnen lässt. Darunter kann man die Netzbetreiber- und Speicherkarte einsetzen. Wir haben die silberne Plastikvariante des Smartphones erhalten. Diese macht durchaus einen robusten Eindruck.

Wie von diversen anderen Handys des Herstellers gewohnt, hat auch das G4 die Bedientasten (Lautstärke und An-/Ausschalter) auf der Rückseite. Direkt darüber findet sich die 16-Megapixel-Kamera und am unteren Gehäuserand wurde der Lautsprecher verbaut.

An den Seiten gibt es nichts zu bewundern, dasselbe gilt für die Front, wo man lediglich das LG-Logo unter dem Display erspähen kann. Neben den rückseitigen Buttons hebt sich das Smartphone auch noch durch eine leicht gebogene Form von der Konkurrenz ab.

Diese wurde jedoch erheblich dezenter als bei der Flex-Reihe konzipiert, hauptsächlich dient der Designkniff einer ergonomischen Bauweise.

Doch wie sieht es nun mit der Verarbeitung aus? Erhält man für rund 500 Euro einen Ü-Ei-Plastikbomber?

LG G4 im Test: Die Kamera ist eine Wucht
4 (80%) 8 Bewertungen

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