Er ist in Form eines kleinen Buches oder sogar Taschenbuches zu haben. Er führt uns durch die entlegensten Gegenden. Zeigt und die Fahrt zur nächsten Tankstelle auf, wo günstige Restaurants sind, erklärt uns, auf welche Dinge, Verhaltensweisen und Traditionen des jeweiligen Urlaubslandes wir achten sollten. Ob wir gute Unterkünfte finden, wie teuer sie sind und wo es die wichtigsten Hotspots und Sehenswürdigkeiten gibt, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen sollten: Der Reiseführer gilt als das mit wichtigste Utensil für Reisende und für manche ist er ein unverzichtbarer Wegweise in fremde Länder und Kulturen.

Doch der Reiseführer in Papierform weicht heutzutage immer mehr dem digitalen Reisebegleiter, der noch schneller, noch aktueller und in Echtzeit aufweist, wo es lang geht. Dank vieler spezieller Apps, Webseiten und E-Books reisen wir immer häufiger mit Blick auf die vielen digitalen Helfer im Visier. Sie sind zuverlässig, modern, einfach zu handeln und bieten meist noch eine Vielzahl mehr an zusätzlichen Informationen, die wir benötigen, um uns im fremden Land immer und rund um die Uhr zurechtfinden zu können, oder etwa doch nicht? Ist der Reiseführer in Papierform doch der verlässlichere Wegbegleiter?

Die Erkundung eines fremden Landes

Wer gerne in die Ferne reist, erkundet Land und Leute gerne und meist ausführlich. Die Reisedauer bei Fernreisen ist in der Regel wesentlich länger eingeplant, als Reisen in europäische Gefilde beispielsweise Kein Wunder. Schließlich kann ja schon die Anreise ins ferne Land an sich eine kleine Weltreise darstellen. Nehmen wir zum Beispiel Neu Seeland. Die Flüge mit mehrmaligem Umsteigen und den jeweiligen Aufenthalten erfordern nicht nur Geduld, sondern jede Menge Zeit. So kann dann die Anreise ganz schnell einmal die Marke 24 Stunden und darüber deutlich überschreiten. Desto weiter entfernt das angesteuerte Urlaubsziel, umso mehr Zeit sollte für An- und Abreisezeit eingeplant werden. Und auch das jeweilige Gepäck. Denn fürs erkunden im fremden Land sollte man auf alle Wettersituationen gewappnet und ausgerüstet sein. Ein guter und stabiler Koffer ist da ebenso vorteilhaft, wie eben der Inhalt als solcher. Gut überlegt packen und einpacken ist hier die Devise. Und wer will kann auch den Reiseführer mit ins Gepäck packen, zumindest für den Notfall. Schließlich kann auch ein digitaler Helfer schnell einmal den Geist aufgeben, dann nämlich, wenn beispielsweise das Stromnetz ausfällt, oder erst gar keines zum Aufladen des E-Books oder des Handys beispielsweise zur Verfügung steht. Und je nach Land und Abgeschiedenheit des Aufenthaltes, trifft dieser Fall gar nicht so selten ein.

Wo finde ich was?

Die Frage aller Fragen erschließt sich immer erst dann, wenn man die erste Nacht im Hotel oder der Pension verbraucht hat und nun am Morgen sich auf Erkundungsausflug aufmacht. Wo ist was und wie komme ich am besten dort hin? Gibt es einen Supermarkt für erste Besorgungen in der Nähe? Eine Apotheke? Die Tankstelle, das Restaurant? Letzteres wird wohl mit am häufigsten digital via App beispielsweise abgefragt. Denn wer beispielsweise zum ersten Mal in Indonesien seinen Urlaub verbringt, will vielleicht auch wissen, was als traditionelles Gericht gilt und welche Speisen in Indonesien am häufigsten und am beliebtesten gegessen werden. Oder auch wo sich die besten Restaurants innerhalb der jeweiligen Stadt des Aufenthaltes befindet. Ist es fußläufig zu erreichen, oder doch eher mit dem Auto oder andere Transportmitteln. Gibt es einen Bus oder eine Bahn in der Nähe? Apps und Co. weisen den richtigen Weg und geben als digitale Reiseführer für unterwegs noch gute Tipps für Abstecher zu Sehenswürdigkeiten und Außergewöhnlichem mit auf dem Weg.

Reisen in Europa

Selbst bei Reisen in europäische Gefilde, wie Italien, Spanien oder Griechenland, sind nicht nur Ortskenntnisse von großer Bedeutung, sondern auch Dinge wie griechische Rezepte zum Nachkochen nicht unwichtig. Wenn man sich beispielsweise in einem kleinen Bauernhof selbst eingenistet hat und nun womöglich selbst als Gastgeber Freunde einladen möchte. Da ist ein kleiner digitaler Wegweise und Helfer via App und Co. für das Kredenzen der perfekten, griechischen Küche, der Retter in der Küche. Aber auch für andere Interessen sind die digitalen Reiseführer eine gute Hilfe. Denn wer mit Kind und Kegel unterwegs ist, weiß, dass den Kindern immer etwas an Abwechslung geboten werden muss, damit keine Langeweile aufkommen kann. Das Aufspüren von verschiedenen Freizeitparks in unmittelbarer Nähe des Urlaubsortes lassen Kinderherzen, und manchmal auch die Erwachsener, höher schlagen. Auch hier sind digitale Reiseführer sehr hilfreich und weisen den richtigen Weg. Allerdings sind solche Attraktionen zur Freizeitgestaltung meist auch in herkömmlichen Reiseführern aufgelistet und aufgeführt.

Ist der klassische Reiseführer Schnee von Gestern?
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