Die Software des Wiko Robby

Der französische Hersteller hat sichtlich Freude am Modifizieren des Android-OS gehabt. Von dessen ursprünglichen Erscheinungsbild ist an vielen Stellen nämlich kaum noch etwas zu erkennen.

Der Entsperrbildschirm mit der riesigen Uhr, Schnellzugriffen für Sprach- und Kameraaufnahmen sowie der Doppeltipp-Funktion ist durchaus gelungen.

Es gibt auch eine Vielzahl von Effekten und Widgets, was ebenfalls nett ist. Jedoch ist der Homescreen etwas überladen. Obwohl eine App-Schublade vorhanden ist, werden ergänzend Verknüpfungen auf den Startbilschirmen erstellt.

Die Kameras: Hervorragende Arbeit

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Hier bekommt der Hersteller abermals von uns ein verdientes Lob. Die 8-Megapixel-Hauptkamera mit der lichtstarken Blende f/2.0 leistet, vor allem gemessen am Preis, hervorragende Arbeit.

Die Aufnahmen werden sehr detailliert eingefangen. Die Schärfe zieht sich bis zu den Bildrändern hin. Die Auslöseverzögerung ist ebenfalls erfreulich kurz. Lediglich der Weißabgleich fängt die Motive hin und wieder etwas zu kühl ein.

Zudem gibt es ein leicht sichtbares Bildrauschen in dunklen Bildbereichen – auch bei viel Sonnenschein. Davon abgesehen überzeugt die Kamera auf ganzer Linie. Für Selfies eignet sich das Robby genauso gut.

Zwar gibt es keinen Autofokus bei der Frontkamera, aber eine Gesichtserkennung, die ihren Job sehr gut macht. Außerdem taugt der verbaute Selfie-Blitz wirklich etwas und leuchtet das Geschehen vorbildlich aus.

Mit einer Blende von f/2.4 fängt die Frontkamera recht viel Licht ein.

Wiko Robby: Fazit

Das Wiko Robby ist ein zweischneidiges Schwert, ein Smartphone, das viel Potenzial hat, das aber nicht vollends ausgeschöpft wurde. So waren wir von der Verarbeitung, dem Display und den Kameras durchaus begeistert. Auch bei der Telefonie hatten wir keine Verständnisprobleme.

Hingegen haben uns der lahme Chipsatz und das fehlende LTE – nebst ebenfalls langsamer 3G-Anbindung – ziemlich frustriert. Die verbauten Stereo-Lautsprecher haben einen guten Klang, beim Aktivieren des Sounds ertönt jedoch, zumindest bei unserem Modell, ein kurzes Knacken.

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Wer dieses Smartphone hauptsächlich möchte, weil er auf eine hochwertige Verarbeitung und tolle Fotos Wert sowie Selfies legt, kann durchaus zugreifen. Allen anderen raten wir, ein paar Euro mehr auszugeben und nach einer Alternative zu suchen.

Wiko Robby im Test: Metall-Smartphone mit tollen Kameras
3.8 (75.38%) 13 Bewertungen

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