Der französische Hersteller Wiko hat mit dem Robby ein Einsteiger-Smartphone im Portfolio, das vor allem Kamera- und Selfie Fans begeistern dürfte. Wir haben uns das Android-6.0-Handy genauer angesehen und waren großteils angetan. Dennoch hat auch das Wiko Robby seine Schwächen, wie unsere Beurteilung insgesamt ausfiel, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Wiko Robby: Franzose in edlem Gewand

Wiko Robby

Wiko Robby (c) Andre Reinhardt

Bereits für unter 130 Euro wandert das Wiko Robby in den eigenen Besitz, was man ihm aufgrund der Aluminium-Rückseite nicht anmerkt. Besonders positiv ist auch der Einsatz des aktuellen Google-Betriebssystems Android 6.0.1 Marshmallow.

Trotz der französischen Herkunft borgt sich Wiko so manche Tugend, die bei chinesischen Herstellern zum guten Ton gehören, etwa die Dual-SIM-Funktionalität und den austauschbaren Akku. Bei den Kameras wird nicht mit Megapixeln geprotzt, sondern mit einer großen Blende.

Dieser Ansatz – und die verbauten Stereo-Lautsprecher – haben uns neugierig auf das Smartphone gemacht.

Nachfolgend nun die Ausstattungsliste:

  • 5,5 Zoll IPS-Display mit 1.280 x 720 Pixel
  • MediaTek MT6580 Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,3 Gigahertz
  • Mali T-400 Grafikchip
  • 1 GB RAM
  • WLAN, Bluetooth 4.0, GPS, 3G
  • Micro-USB, 3,5-mm-Klinkenanschlus
  • 16 GB interner Speicher (erweiterbar per microSD)
  • 8-Megapixel-Hauptkamera und 5-Megapixel-Frontkamera (mit Selfie-Blitz)
  • 2.550 mAh Akku (wechselbar)
  • Android 6.0.1 Marshmallow
  • 2x Micro-SIM-Kartenschacht, 1x microSD

Das Datenblatt hinterlässt aufgrund des mageren Chipsatzes und dem kleinen RAM Skepsis, dem gegenüber stehen ein großzügig dimensionierter Akku und ein großes Display. Auf den LTE-Datenfunk wird leider verzichtet.

Lieferumfang: Echter Blickfang

Im Vergleich zu den Kartonagen der meisten anderen Hersteller wirkt die Präsentation dieses Smartphones sehr erfrischend. Ein Hintergrund im knalligen Grün und ein Abbild des Gerätes zieren die Front und die linke sowie rechte Seite sind ebenfalls grün.

Der Rest der Schachtel kommt in Türkis daher. Die beiden Farben harmonieren sehr gut, wodurch das Paket ein echter Blickfang ist. Hinten kann man die Spezifikationen des Robby erhaschen, außerdem werden die verfügbaren Farben (Schwarz, Grau, Blaugrün und Rosegold) aufgeführt.

Beim Sichten des Inneren kommt allerdings Ernüchterung auf. Das Zubehör wurde in gewohnter Standardkost umgesetzt, man erhält also ein Daten-/Ladekabel, ein Netzteil, eine Schnellanleitung und In-Ear-Kopfhörer.

Gehäuse und Verarbeitung

Wiko Robby

Wiko Robby

Wiko setzt auf Software-Tasten zur Steuerung des Android-Betriebssystems. Diese Lösung sollten unserer Meinung nach alle Unternehmen verfolgen, da es nur Vor- und keine Nachteile gibt.

Das Mobilgerät wird kompakter, die Tasten lassen sich konfigurieren und Bildschirmplatz geht aufgrund der intelligenten Google-Implementierung, die die Tasten situationsbedingt ausblendet, nicht verloren.

Unter- und oberhalb des Displays des Robby findet sich je einer der beiden Stereo-Lautsprecher wieder, die unter einem schicken Gitter in Chrom-Optik verbaut wurden. Links oben ragt dezent das Firmenlogo hervor, in der Mitte gibt es den Selfie-Blitz zu begutachten.

Die dazugehörige 5-Megapixel-Kamera findet rechts oben Platz. Den Ein-/Ausschalter und die Lautstärkewippe hat der Konzern an der rechten Gehäuseseite untergebracht. Die Oberseite bietet den obligatorischen Kopfhöreranschluss, die Unterseite schließlich den Micro-USB-Port.

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Die Verarbeitung des Robby ist vorbildlich ausgefallen. Das Smartphone hat trotz abnehmbarem Akkudeckel eine Aluminiumrückseite. Hier wurde einfach ein großes Stück Metall auf dem hinteren Cover befestigt.

Das wertet die Haptik deutlich auf. Der Rahmen des Handys besteht komplett aus Kunststoff, der sich aber robust anfühlt.

Wiko Robby im Test: Metall-Smartphone mit tollen Kameras
3.9 (78%) 10 Bewertungen

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