Jeder vierte Deutsche tut es täglich, und 80 Prozent sehen es als sinnvolles und wertvolles Hobby an, das Lesen. Dass Lesen gesund ist, wissen nicht nur die 30,6 Millionen Buchkäufer. Neueste Studien haben jetzt herausgefunden, dass bereits eine halbe Stunde Schmökern am Tag die Überlebenschance drastisch erhöht. Fakt ist also: Bücherliebhaber leben länger als Nichtleser, im Schnitt sogar um fast zwei Jahre. Doch das ist noch längst nicht alles, was Bücher zu bieten haben.

Warum Lesen gesund hält

Wer kennt das nicht, nach einem anstrengenden Tag mit einem Buch auf dem Sofa entspannen, tut einfach gut. Lesen hilft vielen Menschen abzuschalten und reduziert nachweislich Stress. Zudem stärkt es die Konzentration und trainiert gleichzeitig den Verstand leistungsfähig und fit zu bleiben. Wer sich neuer Lektüre widmet, erweitert seine Allgemeinbildung und Perspektive, denn aus vielen Büchern lassen sich hilfreiche Lehren ziehen. Ganz nebenbei erweitert man außerdem den eigenen Wortschatz und verbessert Grammatik und Rechtschreibung. Beim Lesen werden neue Synapsen vom Gehirn gebildet, welche dazu beitragen, dass man sich Dinge viel einfacher merken kann.

Heilkraft von Büchern

Das Buch als Heilmittel

Lesen macht nicht nur schlauer, sondern wirkt zudem besänftigend auf die Seele und wird aktiv gegen Depressionen eingesetzt. Wie Erich Kästner schon sagte: „Es tut wohl, den eignen Kummer von einem anderen Menschen formulieren zu lassen. Formulierung ist heilsam.“ Lesen wird nicht ohne Grund als Medizin im Buchformat betitelt. Wie Forscher der Universität von Kalifornien herausfanden, ist Lesen neben Schreiben und Spielen eines der simpelsten und effektivsten Mittel gegen Alzheimer und Demenz. Ärzte sind sich einig, der Verstand sollte vom Kindesalter an gefördert werden, denn besonders im frühen und mittleren Erwachsenenalter wirkt geistige Aktivität und Stimulation vorbeugend gegen diverse Krankheiten wie Gedächtnisschwund. Dabei bekämpft Lesen aktiv das sogenannte Beta-Amyloid, ein krankhaft verändertes Protein welches Hirnzellen zerstört. Noch mehr Grund also, statt Smartphone, Sozialen Netzwerken und Fernsehen einfach mal zum Buch zu greifen. Wer dabei nicht auf die geliebte und komfortable Technik verzichten möchte, für den sind E-Books eine tolle Alternative zum klassischen Buch.

Handlicher Reisebegleiter

Durch E-Books kann man jederzeit und überall in den Genuss eines guten Buches kommen, denn sie sind wesentlich leichter und handlicher, was besonders beim Reisen von großem Vorteil ist. So hat man eine riesen Auswahl neuester Romane, Thriller oder Biografien immer mit dabei. E-Books sind zudem meist billiger als normale Bücher und verfügen über zahlreiche praktische Zusatzfunktionen. So können Übersetzungen und Bedeutungen schnell nachgeschlagen und spezielle Paragraphen und Wörter mit Hilfe einer Suchfunktion gefunden werden. Lesen auf Smartphones oder Laptops kann den Augen schaden, E-Books jedoch sind genauso gesund wie herkömmliche Bücher. Das ist besonders für Patienten mit nachlassenden Augen und schlechterer Sehweise eine hervorragende Alternative, da die Schriftgröße nach Bedarf eingestellt werden kann. Wer trotzdem Probleme mit dem Lesen bekommt, sollte sich auf Kurz- oder Weitsichtigkeit untersuchen lassen. Ob eine Brille von Nöten ist, lässt sich schnell mit einem kostenlosen Sehtest herausfinden. Die Eigenschaften von E-Ink-Displays sind außerdem ähnlich augenschonend wie die Seiten von echten Büchern. So reflektieren die Seiten ebenso das Licht und haben dabei weniger Kontrast als herkömmliche Computerbildschirme, was das Lesen über längere Zeit weniger anstrengend macht.

Noch ein zusätzliches Plus: mit einer einzigen Akkuladung kommt man bei E-Book Readern sehr lange aus, da immer nur zum Umblättern Strom verbraucht wird. Somit steht einer langen, das Leben verlängernden Lektüre nichts mehr im Wege. Ob nun traditionelles Buch oder praktisches E-Book, Lesen ist und bleibt die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen und macht bei so vielen Vorteilen gleich doppelt so viel Spaß.

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Die Heilkraft von Büchern – wie durch Lesen Alzheimer vorgebeugt werden kann
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