Wer vor dem Einschlafen noch auf einem hell beleuchteten E-Book oder Smartphone liest, gefährdet dadurch seinen gesunden Schlaf. Der hohe Blauanteil im Licht der Geräte verhindert nämlich die Freisetzung des Schlafhormons Melatonin. Dies führt zu einem veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus und kann so die Ursache für Schlafstörungen sein. Ist das Lesen in klassischen Büchern nun gesünder für den Schlaf? Oder sind E-Reader gar nicht so schädlich wie gedacht? All das erfahren Sie im Folgenden!

Buch oder E-Reader?

Ganz klar, der Vorteil von einem klassischen Buch ist, dass es kein Blaulicht gibt. Wenn Sie nachts vor dem Einschlafen jedoch lesen wollen, benötigen Sie zusätzliches Licht. Sofern Ihre Nachttischlampe ein warmes gelbliches Licht ausstrahlt, beeinflusst dies Ihren Schlaf nicht. Bei hellen und kalten LED-Lampen oder sogar Neonlicht sieht das allerdings ganz anders aus. Denn auch hier würde der Blauanteil im Lichtspektrum zu hoch sein.

Beim Kauf eines neuen E-Books empfehlen wir Ihnen daher, darauf zu achten, dass es einen Blaulichtfilter beziehungsweise einen Nachtmodus hat. Anbieter wie Tolino, PocketBook und Kindle haben unter anderem Funktionen, die das blaue Licht reduzieren. Bei den Funktionen ist die Beleuchtung des E-Readers je nach Modell eher gelblich oder rötlich. Das wärmere Licht eignet sich besonders gut, da es nicht die Ausschüttung von Melatonin in der Hirnanhangdrüse hemmt. So wird die innere Uhr nicht negativ beeinflusst. Das blaue Licht hingegen wirkt auf den Körper wie ein Alarmsignal, es unterdrückt die Müdigkeit, was langfristig zu einem unruhigen Schlaf führt.

Wer gerne auf dem iPad liest, für den hat Apple eine sogenannte Night-Shift-Funktion, die nachts das Farbspektrum des Bildschirmes ändert. Dabei wird die Farbe der Anzeige abhängig vom Standort und dem Sonnenuntergang angepasst. Die Anzeige wird dann immer gelblicher. Diese Funktion können Sie selbstverständlich bei allen Modellen nach Belieben ein- oder ausschalten.

Tipps & Tricks für E-Books ohne Blaulichtfilter

Besitzen Sie schon ein E-Book, das keinen Blaulichtfilter oder eine ähnliche Funktion aufweist? Dann haben wir hier einige Tipps und Tricks für Sie. Für Android-Geräte gibt es etwa die App Twilight, die in den Nachtstunden den Blauanteil des Displays reduziert. Möchten Sie lieber auf eine App verzichten, dann empfehlen wir Ihnen Folgendes: abends das Licht des E-Readers soweit dimmen, dass Sie den Text noch angenehm lesen können. Nach einiger Zeit, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, sollten Sie die Helligkeit des Displays noch weiter regulieren. Einige E-Book-Modelle regeln die Lichtintensität bereits automatisch kontinuierlich herunter.

Des Weiteren gibt es spezielle Folien, die Sie auf Ihr E-Book kleben können, um den Blaulichtanteil herauszufiltern. Dies birgt jedoch den Nachteil, dass Sie dauerhaft ein gelbliches Display haben. Ob sich das lohnt, müssen Sie selbst entscheiden. Eine weitere Alternative sind spezielle Brillengläser mit Blaulichtfilter. Wenn Sie also sowieso Brillenträger sind, lohnt sich vielleicht die Investition in eine Brille mit solchen Gläsern, da sowohl am Fernseher, Laptop, Smartphone, als auch E-Book das blaue Licht reduziert wird.

Die Tipps im Überblick:

  • Eine App, die das Blaulicht reduziert
  • Eigenständige Regulierung der Helligkeit
  • Blaulichtfilter-Folien für den E-Reader
  • Brille mit Blaulichtfilter

Fazit

Wenn kurz vor dem Einschlafen auf den hellen Handydisplay geschaut oder auf dem E-Book gelesen wird, fällt es dem Körper schwerer, schnell einzuschlafen. Das ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt. Einige können die gesamten Öffnungszeiten im Casino verbringen und sich dort die halbe Nacht um die Ohren schlagen und schlafen trotz des hohen blauen Lichtanteils gut und schnell ein. Andere reagieren viel empfindlicher auf das blaue Licht, wodurch Schlafprobleme entstehen. Um die Augen und den Schlaf langfristig gesehen zu schützen, empfehlen wir beim Lesen in der Nacht auf einen E-Reader mit Nachtmodus zu setzen.

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