Der Weiterverkauf von gelesenen und gebrauchten eBooks wurde Anfang März in Folge eines aufsehenerregenden Prozesses verboten. Ein elektronisches Buch, welches nicht mehr gebraucht wird, darf nicht einfach so wie ein richtiges Buch gegen Geld in neue Hände gegeben werden. Das Landesgericht in Bielefeld entschied so und gab damit der Buchhandelsbranche Recht, welche auf ihr Urheberrecht pocht. Das finanzielle Interesse kann in einem Fall von Weiterverkauf nicht ausreichend bedient werden, so dass der Händler nicht davon profitiert. Im Unterschied zu gewöhnlichen Büchern spielt bei den eBooks nämlich die zentrale Frage eine Rolle, ob es sich dabei um ein Buch oder eine Software handelt, was die Urheberrechtsdiskussion nicht ganz einfach macht. Digitale Dateien könnten schließlich keine „Gebrauchsspuren“ im herkömmlichen Sinne vorweisen, was einen „gebrauchten“ Weiterverkauf sehr kritisch werden lässt. In juristischen Kreisen ist das Urteil jedoch sehr umstritten, so dass Verbraucherschützer nun dagegen Berufung ankündigten.

Die moderne Alternative

eBooks erfreuen sich erst seit wenigen Jahren immer größerer Beliebtheit, denn die Vorteile sind offensichtlich. Hunderte von Büchern lassen sich in digitaler Form auf einem einzigen Gerät speichern, welches natürlich viel leichter, kompakter und einfacher zu transportieren ist als die schweren Wälzer aus Papier. Die großen Elektronik-Anbieter reagieren nach und nach darauf und bringen regelmäßig neue Versionen ihrer eBook-Reader heraus. Doch nicht unbedingt ist man auf einen solchen angewiesen. Auch kann man etwa mit dem Samsung Galaxy Tab 2 eBooks lesen, sofern man ein solches oder ähnliches Tablet bereits besitzt. Ein Reader versucht das „echte“ Lesegefühl so gut es geht zu imitieren, indem das Display in eine Art elektronisches Papier, das so genannte E-Ink Display, verwandelt wird, ganz ohne Gegenblende. Das blendfreie Display schont die Augen und ist deshalb auch für sehbehinderte Menschen optimal geeignet.

Große Vielfalt und eine Menge Speicherplatz

Die Auswahl an Büchern für einen eBook-Reader ist mittlerweile riesig groß, nicht nur Bestseller sondern auch zahlreiche Klassiker der Literatur sind mittlerweile digitalisiert worden. Diese gibt es teilweise sogar gratis im Internet. Auch Zeitschriften lassen sich auf dem Reader durchstöbern. Zudem bieten W-LAN-fähige Geräte auch die Möglichkeit, unbekannte Wörter direkt nachzuschlagen. Eine Lesezeichenfunktion oder das Erstellen von Leselisten sind außerdem solche Zusatzfunktionen. Alteingesessene Buchliebhaber werden vor allem die haptischen Aspekte vermissen, die ein gutes, physisches Buch mit sich bringt. Vor allem für lange Reisen ist ein eBook jedoch definitiv die platzsparendere Variante.

Verbot von Weiterverkauf gebrauchter eBooks: Reaktionen der Verbraucher
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