Illegal eBooks herunterzuladen ist kein Kavaliersdelikt. Doch neben einem etwaigen schlechten Gewissen und der Angst vor rechtlichen Folgen gesellt sich nun noch die Gefährdung der eigenen Privatsphäre durch Hacker dazu.

Wir alle lesen gerne und viel, doch das sollte sich im legalen Rahmen bewegen. Die Autoren stecken viel Schweiß und Herzblut in ihre Werke, da ist es alles andere als fair, diese für lau herunterzuladen, sofern sie denn sonst kostenpflichtig wären.

So sieht der schädliche Code aus, der sich in raubkopierten Kindle-eBooks befinden kann (c) Goodreader

So sieht der schädliche Code aus, der sich in raubkopierten Kindle-eBooks befinden kann (c) Goodreader

Bei Amazon hat die Piraterie nun auch Hacker angelockt, welche sich über den eigenen Account hermachen. Eine breite „Kundschaft“ haben die illegal verbreiteten eBooks bereits, denn satte 20 Prozent aller Downloads der digitalen Bücher stammen von Torrents oder dubiosen Seiten.

Da eBooks selbst Code ausführen, welcher bei legalen Artgenossen aber harmlos ist, entsteht eine Sicherheitslücke. Anstatt, wie die Verlage die Lesegewohnheiten zu studieren, integrieren Hacker einen Code, der den Amazon-Account des Lesers angreift.

Dieser wird ausgeführt, sobald man die Kindle-Bibliothek aufruft und die „Zu Kindle senden“-Funktion nutzt. Da anstatt des normalen Codes nun eine schädliche Variante sich im Büchertitel oder Autorenfeld befindet, schickt man sich also dann selbst das Unheil ins Haus.

Kriminelle Aktivitäten ziehen eben noch kriminellere Aktivitäten an, wie man gut an diesem Beispiel erkennen kann. Wir gehen nicht davon aus, dass unsere Leser illegale eBooks nutzen. Es ist jedoch erschreckend zu sehen, wie viele Leute auf der Welt es dennoch machen und ganz ehrlich – denen geschieht es ganz recht, wenn ihr Amazon-Account gehackt wird und wir „legalen Leser“ grinsen uns eins.

Quelle: Goodreader

Raubkopierte Kindle-eBooks greifen den eigenen Amazon-Account an
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