Das Datenblatt sieht vielversprechend aus – doch was leistet das Aluminiumgerät im Alltag? Wir haben das Pearl Touchlet X10.Octa getestet.

Die Ausdauer des Touchlet X10.Octa

Der 8.000 mAh starke Akku wurde in eine sehr schmale Hülle gesteckt

Der 8.000 mAh starke Akku wurde in eine sehr schmale Hülle gesteckt

Zwar klingen 8.000 mAh viel, bei einem Tablet in dieser Größenordnung ist das aber eher ein mittlerer Wert. Dennoch sind wir durchaus von der Ausdauer des Gerätes begeistert. Wir hatten das Display stets auf 100 Prozent Helligkeit, dabei hielt das Touchlet über 3 Tage im Standby durch.

Während dieser Zeit haben wir das X10.Octa rund 3 Stunden mit eingeschaltetem Bildschirm genutzt. Hierbei wurden diverse Apps und der Browser verwendet. Die WLAN-Verbindung war zudem stets aktiv. Anprangern kann man höchstens die Übersicht des Akkuverbrauchs.

Das liegt aber nicht an Pearl, sondern an Google. Die Statistik in Android 5.0 leidet etwas an der Übersichtlichkeit. An der Ausdauer des Touchlet an sich gibt es nichts zu bemängeln. Unsere Erwartungen wurden sogar deutlich übertroffen.

Software und Kamera des Touchlet X10.Octa

Die Software von Pearl ist Fluch und Segen zugleich. Gehen wir zunächst auf die positiven Aspekte ein. Viele Hersteller kleistern die Tablets mit eigenen, oft Hardware-fressenden, Oberflächen zu. Des Weiteren findet man recht häufig einen App-Dschungel mit Anwendungen vor, von denen man nur einen Bruchteil braucht.

Pearl hingegen orientiert sich nahe am Android-Standard und hat an die Oberfläche von Android 5.0 Lollipop kaum Hand angelegt. Dadurch reagiert das System schnell und ist aufgeräumt. Lediglich ein paar Hintergründe und Widgets sowie einen Dateimanager, ein Update-Tool und eine Verknüpfung zum eigenen Shop, fügte das Unternehmen bei.

Das große ABER – und zugleich die Achillesferse des X10.Octa – ist allerdings die Speicherverwaltung. Bei Geräten, die nur 4 GB oder 8 GB internen Datenplatz haben, kann man einen SD-Kartenzwang noch nachvollziehen.

Bei 16 GB hingegen eher nicht. Kurzum; wer keine microSD hat, wird am Touchlet nicht viel Freude haben. Für größere Apps, das Downloaden im Internet, die Galerie und den Einsatz der Kamera ist eine Speicherkarte zwingend notwendig. Das ist extrem schade und für uns nicht ganz nachvollziehbar.

Wir werden jedoch bei Pearl nachhaken, ob ein Software-Update geplant ist, das dieses Ärgernis beseitigt.

Die Hauptkamera ist mit 5 Megapixeln völlig ausreichend für ein Tablet dimensioniert. Ein recht schneller Autofokus, inklusive Bewegungsverfolgung, wurde integriert, die Einstellungen fielen nicht ganz so üppig aus. Die 2-Megapixel-Frontkamera verrichtet anstandslos ihren Dienst, wer qualitative Selfies möchte, sollte allerdings ein anderes Gerät bemühen.

Fazit

Pearl hat mit dem Touchlet X10.Octa einen wirklich großen Sprung hingelegt. Die Verarbeitung und das Design sind vorbildlich und das Display weiß ebenfalls zu gefallen. Lediglich die etwas geringe Helligkeit kann hier beanstandet werden. Die Rechenleistung reicht, abgesehen von Highend-Spielen, ebenfalls völlig aus. Für den Preis von 370 Euro bekommt man eine gute Hardwarebasis, inklusive LTE-Funktionalität.

Schade ist hingegen der Speicherkartenzwang, der die Funktionalität des Gerätes ab Werk stark beschneidet. Wer jedoch eine microSD-Karte zu Hause hat und ein stilvolles Tablet mit scharfem Display sucht, macht mit dem X10.Octa nichts falsch.

Das Pearl X10.Octa könnt ihr zum Preis von 370 Euro bei Pearl im Online-Shop erwerben.

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