Das Display des LG G5 (Alltagseinsatz)

Im Vergleich zum Vorgänger G4 wurde der Screen von 5,5 Zoll auf 5,3 Zoll verkleinert. Das bedeutet bei gleichbleibender Quad-HD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel eine etwas schärfere Darstellung (554 anstatt 534 ppi). Einzelne Pixel sind nicht erkennbar, die Quantum-IPS-Technik des Panels liefert zudem eine gute Bildausgabe.

Das QHD-Display hat eine gute Qualität

Das QHD-Display hat eine gute Qualität

Farben wirken authentisch, Kontraste sind gut vernehmbar, die buntere Optik eines AMOLED-Displays fehlt aber selbstredend. Die maximale Helligkeit wirkt zunächst nur „okay“, jedoch hat der Bildschirm noch Reserven, die aktiviert werden, sobald viel Licht in der Umgebung ist. So kann man auch bei viel Sonne noch gut die Inhalte ablesen.

Die Always-On-Funktion ist zum Großteil sehr nützlich. Sie zeigt die Uhrzeit samt Datum, oder wahlweise auch eine Signatur und Benachrichtigungen. Leider sieht man aber nur das Icon der App und keine Zusatzinformationen, wie den Namen des Absenders / Anrufers.

Das Always-On-Display verbraucht nur bis zu 0,8% Akku pro Stunde und stellt sich auf die Umwelt ein. Ist es dunkel, strahlt es weniger hell, bei viel Licht leuchtet es heller. In der Hosentasche deaktiviert es sich sogar ganz. In der Sonne ist die Funktion allerdings so gut wie unbrauchbar. Die Blickwinkel und die Reaktionsgeschwindigkeit des Bildschirms sind tadellos.

Das Display des LG G5 (beim eBook-Lesen)

Zur Analyse der Lesetauglichkeit verwendeten wir Google Play Books. Dort lasen wir zwei Kapitel eines Romans, was einer Lesedauer von etwa 20 Minuten entspricht. Die Software-Menütasten, die LG beim Bildschirm des G5 verwendet, blenden sich im Lesemodus aus, man hat also den ganzen Bereich zur Verfügung.

eBooks sehen auf dem G5 gut lesbar aus

eBooks sehen auf dem G5 gut lesbar aus

Der Schwarzwert ist für ein LCD-Display erstaunlich niedrig und kommt schon sehr nahe an ein AMOLED-Panel heran. Dadurch wirkt die Schrift sehr angenehm und die hohe Auflösung des Smartphones sorgt für eine scharfe Präsentation des Textes. Das dargestellte Weiß des eBook-Hintergrunds verdient ebenfalls ein Lob.

Es wirkt nur einen Hauch zu kühl und ähnelt stark der Farbgebung von echtem Papier. Aufgrund der hohen Helligkeit des Bildschirms ist das LG G5 zudem der ideale Begleiter als Ersatz für einen eReader bei Picknicks und sonstigen sommerlichen Ausflügen.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des LG G5

Beim G4 verzichtete der Hersteller auf das letztjährige Qualcomm-Flaggschiff Snapdragon 810, was aufgrund der starken Hitzeentwicklung wohl eine gute Entscheidung war. Dieses Jahr hat Qualcomm allerdings mit dem Snapdragon 820 wieder die gewohnte Qualität abgeliefert – einen schnellen und problemfreien Chipsatz.

Kein Wunder also, dass LG eben diesen im G5 verbaut, samt einem großzügigen Arbeitsspeicher von 4 GB RAM. Das ist eine Kombination, die so schnell nicht in die Knie zu zwingen ist.

Über ein Dutzend Apps im Hintergrund, unter anderem ein 3D-Spiel, Google Maps, YouTube und Chrome, waren für das Smartphone kein Grund für eine Gedenksekunde. Ein Wert von über 132.000 Punkten beim Benchmark AnTuTu zeugt ebenfalls von einer hohen Performance. Unangenehm heiß wurde das LG G5 trotzdem zu keiner Zeit.

Die Ausdauer des LG G5

Im Vergleich zum Akku des G4 schrumpfte der Konzern beim aktuellen Modell die Stromquelle von 3.000 mAh auf 2.800 mAh. Auf die Standby-Zeit wirkt sich das effektiv jedoch kaum aus, zumal der neue Chipsatz stromsparender ist und das Display verkleinert wurde.

In Zahlen ausgedrückt erreichten wir 47 Stunden Standby bei 84 Prozent Helligkeit. Währenddessen war das Display zweieinhalb Stunden eingeschaltet und es wurden Telefonate in einer Länge von zwei Stunden geführt. Bei der aktiven Zeit verwendeten wir den Browser bei LTE und WLAN, spielten Need for Speed, lasen eBooks und benutzten die Kamera.

Bei intensiverer Nutzung ist immer noch problemlos ein ganzer Tag Bereitschaft möglich. Patzer bei der Ausdauer leistet sich das G5 also nicht.

Software des LG G5

LG zeigt sich spendabel bei der Software und installiert Android 6.0.1 Marshmallow. Die Anpassungen am System sind nicht aufdringlich ausgefallen, die Oberfläche zeigt sich sehr intuitiv. Das bewährte Klopfen auf dem Bildschirm ist vertreten und die Schnellzugriffe vermeiden oftmals das Aufrufen der Einstellungen.

An Apps liefert LG eine ausgewogene Auswahl, beispielsweise Facebook, Evernote und Instagram. Der Nutzer wird also nicht mit zu viel Software erschlagen. Eine App für die Universalfernbedienung ist ebenfalls vorhanden und lässt sich auch auf den Homescreens anwenden.

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