Das Display des HTC 10 (Alltagseinsatz)

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Noch mal das HTC 10 (c) Andre Reinhardt

HTC setzt weder auf ein IPS-LCD, wie es unter anderem LG macht, noch auf ein AMOLED-LED, was Samsungs Steckenpferd ist. Das im 10 eingebaute Panel ist ein Super-LCD der fünften Generation. Was nun besser ist, liegt wohl eher in den Vorlieben des Anwenders.

Der Bildschirm des HTCs wirkt aufgrund der Quad-HD-Auflösung äußerst scharf, er reagiert auch gut auf Eingaben und die Kontraste sind ebenfalls gelungen. Bei den Blickwinkeln lässt sich das Display ebenfalls nichts zu Schulden kommen, sie sind genauso stabil wie bei einer IPS-Variante.

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Besonders überrascht waren wir von der vorbildlichen Ablesbarkeit in der Sonne. Und das, obwohl das 10 nicht unbedingt Spitzenwerte bei der maximalen Helligkeit erreicht. Kleine Kritik müssen wir allerdings an der Farbkalibrierung äußern. Diese weist – zumindest bei unserem Testgerät – einen leichten Rotstich auf.

Das Display des HTC 10 (beim eBook-Lesen)

Wir haben gerade den Rotstich erwähnt, diesen bekommt man auch mit der integrierten Feinjustierung der Farbtemperatur nicht ganz heraus. Im Alltag fällt das, sofern man kein anders abgestimmtes Smartphone daneben legt, nicht auf, beim Lesen hingegen schon.

Das virtuelle Papier bei Google Play Books wirkt nicht so rein, wie man es ansonsten gewohnt ist. Ironischerweise bringt das aber auch einen Vorteil, denn durch die wärmere Farbgebung werden die Augen weniger belastet. Ansonsten haben wir bei der Portrait-Ansicht beim eBook-Lesen auch einen Darstellungsfehler bemerkt.

Obwohl noch genügend Platz auf dem Bildschirm wäre, wird der letzte Absatz der aktuellen Seite eines eBooks erst auf der nächsten Seite angezeigt. Davon abgesehen stimmen Kontrast und Schärfe der Schrift. Für kleinere Lesepausen reicht die Darstellung des HTC 10 vollends aus.

Arbeitsgeschwindigkeit: Nur das Beste

Aktuell sind Samsungs Exynos 8890 und Qualcomms Snapdragon 820 das Maß aller Dinge der Chipsätze bei Android-Smartphones. Letzterer findet auch im 10 ein Zuhause und wird von 4 GB RAM unterstützt. Die Rohleistung für ein flüssiges Arbeiten ist also vorhanden – und wird auch im Alltag umgesetzt.

Wir haben das HTC-Mobilgerät rund eine Woche ausführlich getestet, es gab zu keinem Zeitpunkt einen Ruckler. Selbst als ein Dutzend Apps geöffnet waren, brachte dass das 10 nicht aus der Ruhe. Seltsamerweise erntet das Smartphone allerdings weniger Punkte im Benchmark AnTuTu als beispielsweise das G5.

Mit gemessenen 122.000 Zählern ist das Handy etwas mehr als 10.000 Punkte unter dem Wert von LGs Konkurrent. Aber synthetische Benchmarks kann man vernachlässigen, wenn die eigentliche Performance stimmt. Ob bei der Nutzung der Kamera, bei Apps, Multitasking oder hochauflösenden Videos – das 10 arbeitet stets flüssig.

Ausdauer: Marathon-Läufer

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Anschluss und Lautsprecher unten (c) Andre Reinhardt

Dieses Smartphone ordnen wir in der Kategorie „Geht die Akkuladung auch irgendwann leer?“ ein. Wir konnten mit einer Akkuladung sage und schreibe 3 Tage und 2 Stunden überstehen. Dabei haben wir das 10 alles andere als geschont. Das Display war bei 90 Prozent Helligkeit und alle Funkverbindungen aktiv.

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Eingeschaltet war der Bildschirm rund 3,5 Stunden, wir haben viel im Internet gesurft, häufig die Kamera benutzt, YouTube-Videos angesehen und die Funktionen des Smartphones getestet. Dazu wurden Telefonate mit einer Gesamtlänge von über 1,5 Stunden geführt. Hut ab HTC, Hut ab. Der 3.000 mAh starke Akku wird hier wirklich stark im Standby-Modus geschont.

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit der Software, den Kameras und dem Fazit.

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