Die Einführung von Kindle Singles im Januar 2011 hat mich ehrlich gesagt nicht sonderlich vom Hocker gehauen. OK, Autoren können jetzt auch Reportagen, Essays oder Erzählungen veröffentlichen – und das auf wenigen Seiten. So what? Kristian Köhntopp hat aber einen interessanten Gedanken dazu entwickelt, der mich doch wieder neugierig auf Kindle Singles gemacht hat. Kristian Köhntopp sieht Kindle Singles nämlich in direkter Konkurrenz zum Online-Bezahl-Spendendienst Flattr. Wichtigstes Argument: Amazons Kindle erreicht ein viel größeres Publikum und außerdem weiß der interessierte Leser genau, was er für diesen Text zahlt.

E-Books in deutscher Sprache veröffentlichen

Allerdings scheint mir Kindle Singles bislang noch nicht der große Renner zu sein. Schränkt man die Suche auf die letzten 30 Tage ein und lässt nur Bewertungen mit 4 Sternen und mehr zu, bleiben gerade noch 6 Veröffentlichungen. Die Preise für diese kleine Auswahl belaufen sich auf 1,39 Dollar bis 4,59 Dollar. Dazu kommt, dass – wie auch im allgemeinen Kindle Store – noch keine deutsche Version zugänglich ist. Ihr habt aber durchaus seit Jahresanfang die Möglichkeit, E-Books auch in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Für Autoren sind die 70 Prozent Umsatzbeteiligung sicher nicht zu verachten. Ich bin – wie Kristian Köhntopp – gespannt, wann es endlich die ersten deutschen Indie-Autoren gibt, die dank dem Kindle-System erfolgreich werden.

via YuccaTree Post

Texte bezahlen – Ist Kindle Singles das bessere Flattr?
4 (80%) 10 Bewertungen

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