Phablets, also Bindeglieder zwischen Smartphones und Tablets, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Sie haben ein großes Display und einen ausdauernden Akku. Doch LG haut bei beiden Disziplinen noch deutlich mehr auf den Putz als ein Großteil der Konkurrenz. Das LG G Flex bietet ein 6-Zoll-Display und einen Akku mit 3500 mAh. Zusammen mit einem pfeilschnellen Snapdragon 800 Quad-Core-Prozessor und einer innovativen gebogenen Form weckt das Gerät Erwartungen. Ob das LG G Flex diese erfüllen kann und der Bildschirm trotz vergleichsweise geringer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel eine gute Figur macht, erfahrt ihr im Test.

Hier sieht man die ungewöhnliche gebogene Form des Gehäuses

Hier sieht man die ungewöhnliche gebogene Form des Gehäuses

Das Testgerät wurde uns freundlicherweise von Redcoon.de zur Verfügung gestellt. Hier könnt ihr das LG G Flex kaufen.

Die technischen Daten des LG G Flex im Überblick

  • 6-Zoll-POLED-Display mit 1280 x 720 Pixel
  • Snapdragon 800 Quad-Core-Prozessor mit 2,26 Gigahertz
  • Adreno 320-Grafikchip
  • 2 GB RAM
  • WLAN, Bluetooth, Infrarot, GPS, 3G, 4G, NFC
  • USB, HDMI, 3,5mm-Klinkenanschluss
  • 32 GB interner Speicher
  • 13 Megapixel-Hauptkamera
  • Android 4.2.2-Betriebssystem

Das Gehäuse des LG G Flex

Das Gerät hebt sich durch seine gebogene Form stark aus der Masse hervor. Bauartbedingt wippt das Phablet dadurch auf dem Tisch, ansonsten gibt es keine Nachteile zu verzeichnen. Auch in der Hosentasche trägt das LG G Flex nicht zu dick auf. Bei der Wiedergabe von Filmen und beim Spielen macht sich ein sichtbarer Mehrwert bemerkbar. Durch die Krümmung erhält man einen kleinen Tiefeneffekt, welcher das Bildmaterial plastischer erscheinen lässt. Das Gerät verfügt zudem über eine selbstheilende neuartige Rückseite. Diese bessert kleinere Kratzer automatisch nach wenigen Minuten aus und fühlt sich weich an.

Die selbstreparierende Rückseite.

Die selbstreparierende Rückseite.

Man sollte jedoch trotzdem achtsam sein, denn größere Schäden können dauerhaft auf der Beschichtung bleiben. Die rückseitigen Tasten des LG G2 hat auch das LG G Flex geerbt. Im Alltag bedarf dies einer kleinen Eingewöhnung, dann finden die Finger aber „blind“ die Tasten. Die generelle Verarbeitungsqualität des Phablets ist trotz Verzichts auf Aluminium durchaus hochwertig.

Das Display des LG G Flex

Das Display ist satte 6 Zoll groß

Das Display ist satte 6 Zoll groß

Viele haben sicher Bedenken aufgrund der scheinbar geringen Auflösung. Doch der Auflösungswahn nimmt langsam schon beängstigende Formen an. Meiner Meinung nach reicht eine HD-Auflösung bis zu einer Diagonalen von 7 Zoll noch aus, um anspruchsvoll Inhalte darstellen zu können. Das LG G Flex gab jedenfalls bei der Schärfe keinen Grund zur Kritik. Ob Fotos, Videos oder auch eBooks, hier lässt sich alles angenehm anschauen bzw. lesen. Wobei man selbstredend bei einem LED-Display im Nachteil gegenüber einem richtigen eReader ist, wenn man größere Texte lesen will. Probleme gibt es bei der Blickwinkelstabilität. Hier verfälschen die Farben sichtbar bei zu starkem Neigen und auch gegen Sonneneinstrahlung könnte das LG G Flex besser geschützt sein. Ansonsten macht der Bildschirm eine gute Figur.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des LG G Flex

Der Snapdragon 800-Prozessor ist die aktuell zweitschnellste CPU die man in derzeit erhältlichen Mobiltelefonen findet. Dementsprechend fix agiert das Phablet. Multitasking in rauen Massen macht dem LG G Flex genauso wenig aus, wie die anspruchsvollsten Spiele oder aufwendige HD-Videos. Die Oberfläche von LG zeigt sich sehr verspielt, sie bremst das Gerät aber trotzdem nicht aus. Wer reichlich Performance möchte, ist bei diesem Handy gut aufgehoben.

Die Ausdauer des LG G Flex

Ein 3500 mAh Akku ist schon recht großzügig bemessen, kombiniert man das noch mit einem stromsparenden LED-HD-Display ergeben sich erstaunliche Werte. Bei intensiver Nutzung des Internets im WLAN und 3G, samt diversen Spielen und kurzer Google Maps-Navigation kam ich auf eine Standby-Zeit von 90 Stunden. Hierbei war das Display des LG G Flex 4 ½ Stunden in Betrieb. Die meisten Smartphones kommen gerade so über einen Tag. Wer also ein Handy mit einer beeindruckenden Ausdauer sucht wird bei diesem Phablet fündig.

Das LG G Flex als Telefon

Man mag es kaum glauben, aber man kann mit dem Gerät sogar telefonieren! Das funktionierte bei mir im D-Netz der deutschen Telekom auch ohne Probleme. Der Empfang des Handynetzes war astrein und Verbindungsabbrüche gab es ebenfalls nicht. Zudem hörten meine Gesprächspartner mich klar und deutlich, so wie auch ich mein Gegenüber stets gut verstanden habe. Trotz der Größe des Handys war ein angenehmes Telefonieren ohne Ermüdungserscheinungen des Armes auch nach längerer Zeit möglich.

Fazit

Hat einen sehr dünnen Rand um das Display: Das LG G Flex

Hat einen sehr dünnen Rand um das Display: Das LG G Flex

Das LG G Flex ist in einigen Shops schon für unter 500 Euro zu haben. Für diesen Preis erhält man ein Phablet mit rasanter Hardware, einem edlen Design und einer nicht enden wollenden Akkuleistung. Von daher gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung. Wenn man sich nicht an den üppigen Ausmaßen des Gerätes stört und nicht unbedingt ein Full-HD-Display möchte, macht man mit dem LG G Flex nichts verkehrt. Ein Update auf Android 4.4. KitKat ist ebenfalls schon verfügbar.

LG G Flex im Test: Gebogenes Display und Monster-Akku
3.5 (70%) 2 Bewertungen

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