Wer eigene Geräte mit E-Ink-Display – also beispielsweise einen eReader Marke Eigenbau – entwickeln möchte, hat derzeit ein Problem. Es gibt kein frei zugängliches Entwicklerkit. Bastlern bleibt nur der Umweg über das Jailbreaken eines kommerziellen Gerätes, doch auch dann fehlt die notwendige Dokumentation. RockthEink will das Problem mit einem selbstentwickelten Entwicklerboard lösen.

RockthEink: Entwicklerboard für E-Ink-Geräte

Neben verschiedenen E-Ink-Displays sollen auch TFT- und LCD-Panels mit dem Board angesprochen werden können. Das Board wird von einem auf ein Gigahertz getakteten Rockchip RK2918 angetrieben. Ihm zur Seite stehen 512 Megabyte Arbeitsspeicher und ein MikroSD-Kartenslot. Laut den Spezifikationen gibt es außerdem WLAN, USB sowie einen Kopfhörer- und einen Netzwerkanschluss.

RockTheink: eReader zum Selberbasteln (c) Indiegogo

RockTheink: eReader zum Selberbasteln (c) Indiegogo

Verwendung finden soll RockthEink vor allem an Universitäten, Schulen, bei Entwicklungsfirmen und Hobby-Bastlern. Käufer bekommen neben dem Board auch einen Entwicklerleitfaden, ein Schaltungsdiagramm, den Quellcode der Software sowie Beispielcode um sofort loszulegen.

Crowdfunding: RockthEink sucht Unterstützer auf Indiegogo

Bisher wurden von dem RockthEink-Prototyp allerdings nur sehr geringe Stückzahlen produziert. Hier kommt die Crowdfunding-Seite Indiegogo ins Spiel. Um eine kleine Serienproduktion zu starten, wollen die Macher mindestens 5.000 US-Dollar von potenziellen Kunden einnehmen. Für 79 US-Dollar kann man als Unterstützer eines der ersten Boards bekommen. Immer vorausgesetzt, das Projekt schafft es, bis zum 30. November die gewünschte Summe einzunehmen.

Interessanterweise kann man neben dem eigentlichen Board auch gleich E-Ink-Panels über die Indiegogo-Kampagne beziehen. Das Günstigste, ein 6-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln, gibt es bereits für 29 US-Dollar. Bestellt man ein Panel zusammen mit einem RockthEink, muss man keine Versandkosten dafür bezahlen. Wenn nicht, kommen 15 US-Dollar für den Versand aus Hongkong zum Preis dazu.

Für Otto Normalverbraucher könnte RockthEink uninteressanter nicht sein. Für Hobby-Hardware-Entwickler oder Studenten könnte es aber durchaus spannend sein. Wer sich dafür interessiert, findet hier die Indiegogo-Kampagne. Die fertigen Boards sollen übrigens noch Ende des Jahres ausgeliefert werden. Wer weiß, vielleicht reicht die Zeit, um noch vor Weihnachten der staunenden Verwandtschaft einen selbstgebauten eReader – oder was auch immer ihr sonst damit vorhabt – zu präsentieren.

via The Digital Reader

RockthEink: DIY-eReader Marke Eigenbau entwickeln
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