Ich bin mir jetzt nicht ganz so sicher, ob die Studie von Google zum Nutzerverhalten von Tablet-Besitzern (PDF-Download) wirklich gute Kunde für die eBook-Branche bringt. Angesichts der zunehmenden Verbreitung der kleinen Touchscreen-Computer sind sie neben den eReadern für die Zukunft ja das wichtigste Lese-Medium. Würden Tablet-Nutzer – derzeit noch vor allem das iPad – das eBook-Lesen in großem Stil ablehnen, müssten sich Autoren und Verlage etwas überlegen, wie sie ihnen das Ganze schmackhaft machen könnten.

46% lesen eBooks

Was heißt also die Zahl 46%, was bedeutet es, wenn knapp die Hälfte aller befragten Tablet-Besitzer angeben, dass sie eBooks lesen? Immerhin heißt das, dass eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Lesern bereitstehen, die bekanntermaßen auch bereit sind, sich ihre Medien etwas kosten zu lassen. Andererseits heißt 46% auch, dass mehr als die Hälfte der Tablet-Besitzer ihr iPad & Co. nicht zum eBook-Lesen nutzen. Es ist zu bezweifeln, dass diese 54% neben ihrem Multimediagerät noch einen eReader besitzen.

(c) Seth_SanFrancisco/Flicker

 

59 Prozent lesen weniger Print-Bücher

Das bringt uns zu der Frage, was die Tablet-Nutzer mit ihrem Tablet eigentlich anstellen. Die einfache Antwort: Die meisten spielen (84%), suchen nach Informationen (78%) oder schreiben und lesen E-Mails (74%). eBook-Lesen folgt hier übrigens erst an 7. und damit vorletzter Stelle der abgefragten möglichen Tätigkeiten. Auch ganz interessant: Auf die Frage, „was machen sie weniger, seit sie ein iPad besitzen“, antworteten fast 2 Drittel (59%), dass sie nun weniger gedruckte Bücher lesen würden.

via New York Times/ReadWriteWeb

iPad-User: 46% lesen eBooks, Print weniger gefragt
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