Mein Aufruf an die Hersteller von E-Readern und Tablets ist nicht so ganz uneigennützig, zugegeben, aber nicht weniger dringlich. Bringen Sie doch bitte Ihre Geräte in die Bibliotheken! Nur ein paar Geräte pro Bücherhaus, sodass sie die Bibliotheksbenutzer ausprobieren und gegebenenfalls vergleichen können. Die Vorteile: Nicht nur, dass Ihnen die Aufmerksamkeit einer bisher eher auf das gedruckte Buch spezialisierten lesefreundlichen Öffentlichkeit sicher wäre. Nein, Sie könnten mit einer kostenlosen Verteilaktion auch dafür sorgen, dass sich ebenjene Bücherfreunde schneller an die neue Technik gewöhnen.

E-Reader-Leser erziehen

Diese würden lernen, wie einfach es ist, mehrere (virtuelle) dicke Wälzer in der Tasche mit sich herumzutragen, wie ähnlich das Leseerlebnis – dank E-Ink-Technologie – dem des Lesens in einem herkömmlichen Buch ist, wie leicht sich E-Books von unterwegs herunter laden lassen. Mit einer solchen Marketing-Maßnahme, die pro Bibliothek ja nur ein paar hundert Euro kosten würde, könnten Sie sich das E-Reader- und Tablet-Publikum der Zukunft erziehen! Bücherwürmer reloaded, sozusagen.

Vor dem E-Reader-Kauf testen

Wie ausgerechnet ich darauf komme, einen solchen Aufruf zu verfassen? Ich habe kürzlich erfahren, dass es in einigen Bibliotheken bereits die Möglichkeit gibt, E-Reader auszuleihen. Als ich dann in meiner Bibliothek nachgefragt habe, ob es dieses Angebot auch hier geben wird, wies mich die Bibliotheksmitarbeiterin auf die nicht ganz so gute finanzielle Lage der Berliner Bezirke hin, die eine solche Ausgabe nicht erlauben würde. Weil ich aber verschiedene E-Reader testen will, bevor ich mir einen bestimmten zulege, wende ich mich an Sie.

Was meinen Sie? Machen Sie’s?

E-Reader-Hersteller aufgepasst – Bibliotheken als Marketing-Instrument!
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