Nach PRS-T1 und PRS-T2 hat Sony im September die dritte Auflage seines eReaders, den PRS-T3, vorgestellt. Gegenüber dem Vorgänger hat Sony mit dem Reader PRS-T3 keinen wesentlichen Sprung gemacht, aber immerhin ein paar wesentliche Neuerungen eingebaut. So wurde die Display-Qualität verbessert und ein integriertes Cover – wahlweise mit einer ausfahrbaren Lampe – mit Sleep-Funktion entwickelt. Das größte Manko gegenüber der Konkurrenz von Kindle Paperwhite, Tolino Shine bis Kobo Aura: Es gibt keine integrierte Beleuchtung. Im Sony Reader PRS-T3 Test habe ich mir genau angeschaut, wie sich der eReader schlägt.
Sony Reader PRS-T3S bei eBook.de

Das allererste, was auffällt, wenn man die Packung öffnet und den eReader in die Hand nimmt: Der Sony Reader PRS-T3 ist trotz der integrierten Hülle (in diesem Fall ohne Lampe) wunderbar leicht. Gegenüber dem Vorgänger (Vergleichsfoto siehe Bildergalerie) hat er zwar um 30 Gramm zugelegt, ist aber zugleich kompakter geworden. Gegenüber dem Kindle Paperwhite (ohne Hülle, 209 Gramm) ist er mit seinen 196 Gramm immer noch ein kleines bisschen leichter. Das Gewicht ist übrigens laut Sony der Grund, warum das Unternehmen so hartnäckig auf die integrierte Beleuchtung verzichtet, was – wenn man einmal einen eReader mit Frontlight in den Händen hatte – wirklich ein nicht zu verachtender Nachteil ist.

Sony Reader PRS-T3 liest ePub-eBooks

Ansonsten ist die Verbesserung der Display-Qualität (der 6-Zoll-Bildschirm löst mit 758 x 1024 Pixeln auf) deutlich zu sehen. Die Schrift ist gestochen scharf, die Bildqualität lässt keine Wünsche offen. Allerdings ist die Akkulaufzeit trotz fehlender Beleuchtung deutlich geringer als die des neuen Kindle Paperwhite. Dafür kann der Sony Reader PRS-T3 sein Lesefutter in allen Shops, die ePub-eBooks führen, besorgen. Vorausgesetzt, man ist im jeweiligen Shop angemeldet und die Registrierung bei Adobes Digital Edition ist erfolgt. Eine Anbindung zum Sony Reader Store ist direkt auf dem eReader vorhanden, über die WLAN-Verbindung ist man binnen weniger Sekunden im eBook-Shop.

Sony Reader PRS-T3 im Test

Sony Reader PRS-T3 im Test

Ansonsten bietet der Sony Reader PRS-T3 alle von hochqualitativen eReadern bekannten Funktionen. Neben dem eBook-Shopping via WLAN können die eBooks in sogenannten Bücherregalen auf dem Gerät gemanagt werden. Neben Wörterbüchern zum Nachschlagen gibt es die Möglichkeit, Notizen und Markierungen zu machen (auch handschriftliche) und diese via Facebook zu teilen oder in den Evernote-Account zu integrieren. Darüber hinaus gibt es natürlich einen Browser, mit dem man ins Internet gehen kann.

Sony Reader PRS-T3: Touchscreen und Tasten

Für viele eReader-Neulinge interessant: Trotz eines Touchscreens verfügt der Sony PRS-T3 über fünf haptische Steuertasten, mit denen sich innerhalb des eBooks navigieren, das Menü aufrufen, einen Schritt oder auf den Homescreen zurückkehren lässt. Die Bedienung erfolgt sowohl über den Touchscreen als auch über die Tasten intuitiv und schnell. Auch das Umblättern erfolgt im Handumdrehen. Lediglich beim Wechsel zwischen zwei eBooks wirkt der Sony Reader PRS-T3 etwas behäbig.

Noch ein paar Worte zum integrierten Cover: Dieses wirkt edel und überzeugt mit seiner Sleep-Funktion. Die Verarbeitung ist prima, nur die Innenseite erweist sich als Staubmagnet und das Anklipsen auf der Rückseite wirkt auf Dauer nicht gerade vertrauenserweckend. Aber wenn das Cover bzw. die MicroSD-Karte nicht gerade ausgetauscht werden muss, braucht es auch nicht entfernt zu werden. Die Cover gibt es mit und ohne integrierte ausfahrbare Lampe, wie ihr es in meinem Kurz-Test auf der IFA sehen könnt. Einige Händler haben auch eine Variante im Angebot, die lediglich über eine Abdeckung der Rückseite ohne schließende Hülle verfügen (PRS-T3S). Bei eBook.de etwa kann der Sony Reader PRS-T3S (ohne Cover) aktuell für nur 89 Euro erworben werden. Bei Sony.de werden für den Reader inklusive aufklappbarer Schutzhülle dagegen 139 Euro fällig.

Darstellung von PDF-Dateien

Das Darstellen von PDF-Dateien war einmal Sonys ganz große Stärke und bietet immer noch eine Menge Funktionen. Im Vergleich zum PRS-T2 wurde hier aber nicht nachgebessert. Im PDF-File lässt sich per Pinch-to-Zoom mit zwei Fingern zoomen, innerhalb der PDF-Seite kann man dann ebenfalls über den Touchscreen navigieren. Außerdem kann das Querformat eingestellt werden und das PDF-Lesen in zwei bzw. drei voreingestellten Spalten ist möglich, was besonders bei wissenschaftlichen Texten von Vorteil ist.

Sony Reader PRS-T3S bei eBook.de


Fazit: Der Sony Reader PRS-T3 ist ein toller eReader, der in Sachen Display-Qualität und Features wenig zu wünschen übrig lässt. Das Gerät ist kompakt, leicht und bietet mit dem integrierten Cover eine schicke Möglichkeit, den Hüllenzukauf zu umgehen. Lediglich die integrierte Beleuchtung fehlt mir persönlich, insbesondere, weil die ja auch bei nicht ganz so hellem Umgebungslicht – etwa in den eigenen vier Wänden – für eine noch bessere Lesbarkeit sorgt.

[print_gllr id=12469]

Sony Reader PRS-T3 im Test: Kompakt, multifunktional, ohne integrierte Beleuchtung
4.4 (88%) 5 Bewertungen

Dieser Artikel wurde schon 4324 Mal gelesen!