Der PocketBook Ultra ist durch zwei Besonderheiten gekennzeichnet: Er besitzt eine Kamera und soll damit Texterkennung (OCR) beherrschen. Wir haben den neuen eReader einem entsprechenden Test unterzogen.

Pocketbook Ultra bei Amazon

PocketBook Ultra im Test

PocketBook Ultra im Test

Ich muss zugeben, ich bin ein wenig enttäuscht vom PocketBook Ultra, daher hat es eine Weile gedauert, bis der entsprechende eReader-Test fertig geworden ist. In diesem Artikel soll nun zuerst die Kernfunktion beleuchtet werden, die OCR-Texterkennung – im Video seht ihr das Ganze im Echtzeit-Test.

Eigentlich sollte sich die Sache ganz einfach gestalten: Ihr nehmt euch den PocketBook Ultra, startet das Kamera-Feature, schaltet die „Dokument erstellen“ ein und fotografiert den Text, den ihr „erkennen“ lassen wollt. Danach wird der umgewandelte Text manuell nachbearbeitet und anschließend in ein Textdokument exportiert – und fertig.

PocketBook Ultra: Kamera ungünstig positioniert

Allerdings beginnen genau schon vor Punkt 1 die Schwierigkeiten: Denn die Kamera ist unverständlicherweise unten an der Rückseite angebracht, da, wo man das Gerät normalerweise mit der rechten Hand hält. Darüber hinaus ist die Kamera wirklich von keiner guten Qualität. Man darf beim Text-Abfotografieren kein bisschen zittern oder wackeln und muss viel Geduld haben.

Die Kamera des PocketBook Ultra

Die Kamera des PocketBook Ultra

Das ist allerdings noch nicht das Ende der Makel. Denn die Texterkennung funktioniert auch dann, wenn man den Text einigermaßen gut abfotografiert hat, nicht sehr gut. Es ist höchstens die Hälfte des Textes – im Test waren es ein paar Zeilen Text aus einer Zeitung – lesbar, der Rest bleibt weiß oder erscheint in unerkennbaren Hieroglyphen.

Zeitungstext mit der PocketBook-Ultra-Kamera aufgenommen

Zeitungstext mit der PocketBook-Ultra-Kamera aufgenommen

Fairerweise muss gesagt werden, dass OCR-Features in den meisten Fällen ähnlich schlecht funktionieren, auch wenn man die Zeitungs- oder Buchseite einscannt und am PC erkennen lassen will. Es ist also kein großer Nachteil, wenn das am eReader nicht perfekt funktioniert. Es stellt sich allerdings die Frage, warum man die Kamera und die OCR-Funktion zur Texterkennung dann überhaupt benötigt.

Und bezahlen muss, denn günstig ist der PocketBook Ultra nicht. Bei Amazon gibt es den eReader für 161 Euro, ursprünglich waren 169 Euro aufgerufen worden. Vielleicht habe ich einfach zu viel von dem neuen eReader von PocketBook erwartet. Was meint ihr?

Pocketbook Ultra bei Amazon

eReader im Test: Die OCR-Texterkennung am PocketBook Ultra
3 (60%) 2 Bewertungen

Dieser Artikel wurde schon 4007 Mal gelesen!