Kontrolle ist Macht und kann das Leben vieler Menschen retten. Doch was passiert, wenn diese Macht in die falschen Hände gerät und die Spielfiguren auf erschreckende Weise neu aufgestellt werden? Dann ist nur zu hoffen, dass dieses perfide Spiel keine Opfer fordert. Joy Fielding fordert ihre Leser mit „Sag, dass du mich liebst“ zu einer raffinierten Partie heraus, aus der es so schnell kein Entkommen gibt.

Sie ist jung, sie ist erfolgreich und sie macht Jagd auf Verbrecher. Doch im Dunkel der Nacht wird die junge Ermittlerin schließlich selbst zum Opfer und findet sich inmitten eines Albtraums wieder. Wer ist Freund und wer ist Feind? Und kann sie überhaupt noch jemandem vertrauen?

Ein brutaler Vergewaltiger und eine grausame Forderung

Die 29-jährige Bailey Carpenter ist eine erfolgreiche Privatermittlerin und ist es gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Mit Leidenschaft geht sie ihrem Job nach und genießt ein luxuriöses Leben in einem extravaganten Apartment. Doch dieses Glück soll nicht von Dauer sein. Für einen gefährlichen Auftrag geht sie nachts auf Observierung und wird dabei heimtückisch überfallen und vergewaltigt.

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Während die Polizei fieberhaft auf der Suche nach dem Täter ist, kann Bailey sich an kein entscheidendes Detail erinnern. Einzig die Stimme des Mannes und seine Worte „Sag, dass Du mich liebst“ haben sich in ihr Gedächtnis gebrannt.

Cover: "Sag dass du mich liebst" von Joy Fielding (c) Goldmann

Cover: „Sag dass du mich liebst“ von Joy Fielding (c) Goldmann

Als ein Schatten ihrer selbst wird Bailey seit dieser Nacht von quälenden Panikattacken und Albträumen verfolgt. In jedem Mann findet sie kleine Details des Täters wieder und sieht sich erneut der Bedrohung ausgesetzt. Einzig ihrer Halbschwester Claire, die ihr eine fürsorgliche Stütze ist, vertraut sie sich ein nach und nach an.

Doch eines Tages weckt ihr Nachbar im gegenüberliegenden Haus auf erschreckende Art und Weise ihre Aufmerksamkeit. So beobachtet Bailey, wie dieser gegenüber seiner Freundin handgreiflich wird und sie schließlich kaltblütig in seiner Wohnung ermordet. Alarmiert verständigt die junge Frau die Polizei, die jedoch keinerlei Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ausfindig machen kann.

Langsam aber sicher beginnt Bailey, an ihrem Verstand zu zweifeln und weiß Wahrheit und Halluzination nicht mehr auseinanderzuhalten. Doch wer steckt hinter den nächtlichen Anrufen, die Bailey regelmäßig den Schlaf rauben? Treibt tatsächlich jemand ein grausames Spiel mit ihr? Denn eine Tatsache lässt sich nicht leugnen: der Täter ist ganz in der Nähe …

Joy Fielding: Erschütternd, mitreißend und fesselnd

Mit „Sag, dass du mich liebst“ liefert Joy Fielding ihren Lesern einen mitreißenden Thriller, der auf glaubhafte wie auch erschütternde Weise das Gefühlsleben der Protagonistin schildert. Da die Geschichte aus der Perspektive von Bailey geschildert wird, fiebert der Leser förmlich mit ihr mit und kann ihre Angstzustände nur allzu gut nachfühlen.

Geschickt streut die Autorin im Laufe des Geschehens immer neue Hinweise und Wendungen ein und spielt mit dem Leser ein perfides Spiel, dem man sich nur schwer entziehen kann. Erst als sich das Puzzle am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügt, wird deutlich, dass jeder einzelne Satz notwendig war, um das Rätsel um den geheimnisvollen Täter und sein Motiv zu lösen.

Fazit: Ausgeklügelter Thriller, der mit Urängsten spielt

Mit „Sag, dass du mich liebst“ präsentiert Joy Fielding ihren Lesern ein weiteres Mal einen abwechslungsreichen und spannenden Psychothriller. Psychologisch fundiert und intelligent konstruiert zieht die Geschichte den Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann und wartet mit einem überraschenden Finale auf.

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„Sag, dass du mich liebst“ von Joy Fielding: Wenn Jäger zu Gejagten werden
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