Ermittler Tony Braun steht in dem Krimi „Rabenschwester“ von B.C. Schiller vor seinem wohl härtesten Fall. Eine Mordserie versetzt ein kleines Dorf in Tschechien in Angst und Schrecken. Junge Mädchen verschwinden und werden einige Zeit später tot aufgefunden – versehen mit einer düsteren Rabenmaske. Braun ermittelt auf Hochtouren, doch das entscheidende Indiz fehlt. Als eines Tages sein Sohn entführt wird, weiß Braun, dass er längst zur Schachfigur des Bösen geworden ist.

Brutaler Serienkiller, der sein ganz eigenes Spiel spielt

Eigentlich wollte Tony Braun von der Mordkommission in den wohlverdienten Urlaub und sich zudem um seinen aus dem Ausland zurückkehrenden Sohn Jimmy kümmern. Doch ein neuer Fall soll ihn dieses Mal ganz besonders herausfordern. In einem kleinen Dorf in Tschechien verschwinden regelmäßig junge Mädchen und werden Tage später tot aufgefunden. Alle tragen fröhliche, leichte Sommerkleider und dazu furchteinflößende Rabenmasken, die ihnen gewaltsam auf die Gesichter geklebt wurden.

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Zudem verbindet alle ein weiteres erschreckendes Detail: Jedem Mädchen wurde ein Auge ausgestochen. Tony Braun ist sich sicher, dass ein grausamer Serienkiller hier am Werk ist, und ahnt noch nicht, dass er auch bald ins Visier des Bösen gerät.

Cover: "Rabenschwester" von B. C. Schiller (c) Amazon

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Denn nur kurze Zeit später verschwindet sein Sohn spurlos, und Braun erhält ominöse Botschaften eines Unbekannten. Dieser fordert ihn auf, einen Tisch zu finden, an dem er die leblosen Körper seiner Opfer abgesetzt hat. Findet er diesen Tisch rechtzeitig, bekommt er seinen Sohn zurück. Tony Braun ermittelt auf Hochtouren, doch jede Spur führt ins Leere. Seine letzte Hoffnung ist ein zweifelhafter Pakt mit Maly, einem Mörder, der von Tony Braun selbst gefasst wurde und bis heute unter Beobachtung im Gefängnis sitzt.

Wer steckt hinter den grausamen Mädchenmorden? Und gibt es jemanden, der mit Braun noch eine Rechnung offen hat? Für den Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, und Braun sollte keinen Fehler machen, wenn er seinen Sohn wiedersehen möchte.

„Rabenschwester“: Raffinesse, Spannung und Menschlichkeit

Bereits mit den ersten Seiten wird der Leser mitten in die Geschichte und damit immer weiter in die Abgründe der menschlichen Seele gezogen.
Raffiniert binden Barbara und Christian (B.C.) Schiller den Leser in das Geschehen ein, sodass dieser glaubt, den Ermittlern stets einen Schritt voraus zu sein.

Doch weit gefehlt. Immer wieder lassen die Autoren neue Verdächtige auftauchen und konstruieren damit ein Katz-und-Maus-Spiel erster Güte. Die Geschichte nimmt dabei zunehmend an Fahrt auf, bis sie schließlich in ein fulminantes Finale mündet, mit dem so wohl niemand rechnet.

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Neben einer großen Portion Spannung kommen auch Gefühle und Menschlichkeit in diesem Roman nicht zu kurz und lassen vor allem die Protagonisten sehr sympathisch und nachvollziehbar erscheinen. Insbesondere der Autist Aaron beweist durch sein Handeln, dass er vielleicht anders ist, jedoch keineswegs dumm. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig gezeichnet und bleiben trotzdem noch undurchsichtig genug, um als perfider Killer infrage zu kommen.

Fazit: Über die Abgründe der menschlichen Seele

Mit „Rabenschwester“ präsentieren Barbara und Christian Schiller ihren Lesern einen raffinierten, menschlichen und berührenden Thriller, der sich zum wahren Pageturner entwickelt. Ein Roman, der die Abgründe der menschlichen Seele aufzeigt, ohne dabei auch die ernsten Themen außer Acht zu lassen.

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