In der digitalen Welt ist nahezu nichts unmöglich: Soziale Netzwerke und Chatrooms lassen Fremde per Klick zu Freunden werden. Doch jede neue Möglichkeit birgt auch ihre Gefahren. Denn in einer Welt, in der nahezu niemand anonym ist, ist das Böse manchmal nur einen Mausklick entfernt. Diesen Stoff hat sich Salim Güler in seinem jüngsten Krimi „Die Stillen müsst ihr fürchten“ zu eigen gemacht und schildert dabei auf erschreckende Weise, welchen Fluch die neuen Medien mit sich bringen können.

Er ist brillant, er nutzt soziale Netzwerke und er hat es auf junge Frauen abgesehen: Ein grausamer Mörder versetzt eine Stadt in Angst und Schrecken. Sein nächstes Opfer hat er schon angekündigt und beginnt ein grausames Spiel mit den Ermittlern. Doch Selbstüberschätzung lässt auch eine solch berechnende Bestie leichtsinnig werden …

Er vergewaltigt, er tötet und veröffentlicht die Fotos seiner Opfer

Ein Psychopath versetzt Köln in Angst und Schrecken. Weiblich, jung und hübsch – das sind zunächst die einzigen Gemeinsamkeiten der beiden Opfer. Zuerst vergewaltigt er die Frauen, dann tötet er sie und in einem letzten kranken Schachzug veröffentlicht er Fotos der toten Frauen auf deren Facebook-Seite.

Cover "Die Stillen müsst ihr fürchten" von Salim Güler (c) Amazon/Güler

Cover „Die Stillen müsst ihr fürchten“ von Salim Güler (c) Amazon/Güler

Sich seiner Überlegenheit vollends bewusst, beginnt der Täter ein perfides Spiel mit der Polizei und gibt sogar Hinweise auf sein nächstes Opfer. Ausgerechnet Kommissar Lasse Brandt, der den neuen Medien so garnichts abgewinnen kann, wird mit dem brisanten Fall betraut. Zu seinem Leidwesen wird ihm der unerfahrene Uniabsolvent Aydin an die Seite gestellt.

Für das ungleiche Ermittlerteam beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um den kranken Killer rechtzeitig stoppen zu können. Denn eines wird den Ermittlern schnell klar: Der hochintelligente Täter hat bereits sein nächstes Opfer im Visier. Und obwohl Brandt und sein Partner dem psychopathischen Mörder immer näher kommen, ist dieser ihnen stets einen Schritt voraus. Aber selbst Genies werden einmal leichtsinnig und machen einen Fehler …

Erschreckende Einblicke in die kranke Psyche eines Killers

Mit „Die Stillen müsst ihr fürchten“ präsentiert Salim Güler einen spannenden Krimi, der die Leser von der ersten Seite an mitten ins Geschehen wirft und einen nahezu magnetischen Sog entwickelt. Dabei wirft der Autor immer neue Indizien ein, die zur weiteren Aufklärung beitragen und vor allem zum Ende eines Kapitels wahrhafte Cliffhänger erzeugen.

Immer neue Verdächtige und Spuren kommen zutage und lenken den Verdacht des Lesers in eine immer neue Richtung. Das Ende ist gut durchdacht und war so keineswegs zu vermuten.

Das Spannungslevel der Geschichte wird vor allem durch den steten Perspektivwechsel zwischen Ermittler und Täter konstant hoch gehalten. Die Sichtweise des Mörders offeriert dem Leser erschreckende Einblicke in seine kranken Gedankengänge und gestaltet die Ermittlungen noch spannender. Salim Güler schildert dabei mit einer perfekten Beobachtungsgabe, wie sich angestaute Wut eines Tages in grausamer Gewalt entladen kann.

Durch regelmäßig eingestreute Flashbacks des Täters kristallisiert sich das Motiv des Killers immer deutlicher heraus und gibt Aufschluss über die Beweggründe einer berechnenden Bestie. Sämtliche Schauplätze werden den Lesern interessant und mit einem Blick fürs Wesentliche vor Augen geführt.

Fazit: Gut durchdachter Krimi mit hochbrisantem Thema

Mit „Die Stillen müsst ihr fürchten“ liefert Salim Güler seinen Lesern einen rasanten Krimi mit fein ausgearbeiteten Charakteren und einem ebenso aktuellen wie hochbrisanten Thema. Gelungene Perspektivwechsel machen das Buch zu einer fesselnden Ermittlungsgeschichte und lassen den Leser an der Gedankenwelt eines grausamen Täters teilhaben.

Salim Güler in seinem jüngsten Krimi „Die Stillen müsst ihr fürchten“ zu eigen gemacht und schildert dabei auf erschreckende Weise, welchen Fluch die neuen Medien mit sich bringen können.

„Die Stillen müsst ihr fürchten“ von Salim Güler
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„Die Stillen müsst ihr fürchten“ von Salim Güler: Wenn der Tod per Mausklick kommt
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