Mit dem Echo getauften Gerät hat Amazon die Medienwelt überrascht und bringt eine eigene Sprachassistentin. Dies aber nicht in Form simpler Software, sondern in Gestalt eines futuristischen 360-Grad-Lautsprechers.

Mit Amazon Echo erhält man eine greifbare Sprachassistentin, welche laut den Visionen des Shop-Giganten sogar zu einer Art Familienmitglied werden könnte. Die im Echo-Gerät integrierte künstliche Intelligenz hört auf den Namen Alexa. Womit kann uns die virtuelle Dame denn dienen?

So funktioniert Amazon Echo

So sieht Amazons Echo aus

So sieht Amazons Echo aus

Sprachassistenten sind spätestens seit Apples Siri ein großer Trend. Microsoft legte mit Cortana nach und Google schob Google Now hinterher. Eine Antwort von Amazon hatte wohl kaum jemand auf dem Schirm – dafür fällt diese umso beeindruckender aus.

Nicht jeder hat ein Smartphone oder ein Tablet – dafür aber meist eine Steckdose und Internet. Sofern beides vorhanden ist, erfüllt man auch schon die einzigen beiden Anforderungen, um Echo in Betrieb zu nehmen. Hat man das Gerät mit dem heimischen WLAN verbunden und mit Strom versorgt, reicht es simpel „Alexa“ zu sagen, um die Sprachassistentin zu aktivieren.

Dumm wäre es, wenn die eigene Tochter oder Frau denselben Namen hat, dann könnte es zu Missverständnissen kommen. Eventuell lassen sich der Dame aber auch alternative Namen geben. Doch nicht nur durch Sprache kann man Alexa steuern, eine App für FireOS und Android existiert ebenfalls und mittels Webbrowser hält so ziemlich jedes Gerät als Fernbedienung für Amazons Echo her.

Permanente Verbindung zum Internet

Mit über sieben Mikrofonen soll der kleine Zylinder jedes Wort im Raum verstehen können, wobei eine permanente Verbindung zum Internet besteht. Wer also Angst vor Spionage hat, für den dürfte weder Echo noch die Sprachassistentinnen der Konkurrenz etwas sein.

Durch Amazons Cloud bekommt die kleine Box, die neben einen Lautsprecher auch eine stylische Benachrichtigungs-LED am oberen Ende besitzt, neue Funktionen und holt sich die benötigten Daten aus dem Netz. So bekommt man Infos über das Wetter, kann sich durch Artikel auf Wikipedia weiterbilden oder lässt sich über das aktuelle Wetter berichten.

Auch Funktionen für Internet-Radio und die eigene Musikbibliothek sind integriert. Notizen kann man Alexa ebenfalls diktieren, eben all die Sachen, die sich auch mit den Lösungen der Konkurrenz bewerkstelligen lassen. Der Unterschied besteht eben darin, dass Echo stets aktiv ist (außer man knipst es aus) und das Gerät ausschließlich für den Heimgebrauch genutzt wird.

Der Werbeclip von Amazon weckt wohl gemischte Gefühle bei den potentiellen Käufern. Zwar demonstriert Amazon viele Anwendungsgebiete, aber es wirkt beinahe so, als könne die Familie kaum noch etwas ohne Echo auf die Reihe bekommen.

Preis und Verfügbarkeit von Amazon Echo

Das Gerät kann derzeit nur in den Vereinigten Staaten für einen Preis von 200 Dollar ergattert werden. In Verbindung mit einer Prime-Mitgliedschaft halbiert sich der Preis sogar noch. Wann und ob das Gerät zu uns nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.

Fazit

Amazons Echo und die integrierte KI Alexa muten durchaus interessant an. Der neue Ansatz könnte eine sinnvolle Erweiterung für den Alltag sein, so lange man die Dienste gemäßigt in Anspruch nimmt. Das futuristische Äußere lässt das Gerät zudem als optischen Blickfang in der Wohnung wirken, und wenn man mal rasch eine Info braucht, reicht es, einfach nach Alexa zu rufen.

Doch man sollte aufpassen, dass bei all der Technik und den durchaus interessanten Anwendungsgebieten der gesunde Menschenverstand stets die Oberhand behält.

Amazon Echo: Angriff auf Siri und Cortana
3.9 (77.78%) 18 Bewertungen

Dieser Artikel wurde schon 1407 Mal gelesen!