Das Samsung Galaxy S5 wurde am Montag auf dem Mobile World Congress vorgestellt – der große Wurf blieb aber aus. Die Technikwelt spricht zwar von einem solidem Nachfolger, es stecken aber zu wenig Neuerungen im Smartphone. Ein Umstieg lohnt sich vor allem für Besitzer des Vorgängers Samsung Galaxy S4 kaum, außer man legt besonderen Wert auf die Extras, wie den Fingerabdrucksensor und den Pulsmesser. Weil das neue Flaggschiff der Koreaner eher eine Produktpflege als eine Neuentwicklung darstellt haben es die Chinesen nicht schwer, einen Klon dagegen zu setzen. Genau das macht auch der Hersteller Goophone, welcher schon mit diversen anderen Kopien großer Smartphones für Aufsehen sorgte.

Goophone gegen Samsung – Das Goophone S5 im Detail

Diesmal hat man das Duplizieren aber in Rekordzeit geschafft, denn der Samsung Galaxy S5-Zwilling wurde nur 2 Tage nach der Enthüllung des Originals vorgestellt. Das Goophone S5 sieht vom Design her dem Vorbild sehr ähnlich, doch bei den inneren Werten hat man auch viel übernommen. Beide Geräte besitzen ein Full-HD-Display aber mit einer Diagonale von 5,1 Zoll ist das Samsung Galaxy S5 mit dem leicht größeren Bildschirm im Vergleich zum 5 Zoll großen Goophone S5 bestückt. Die Rivalen haben zudem jeweils einen 2 GB Arbeitsspeicher zu bieten und beim Akku ist man sich ebenfalls einig – 2.800 mAh treiben beide Geräte an.

Kaum zu unterscheiden: Links das Goophone S5, rechts das Samsung Galaxy S5 (c) engadget.de

Kaum zu unterscheiden: Links das Goophone S5, rechts das Samsung Galaxy S5 (c) engadget.de

Beim Prozessor mögen technisch wenig versierte Leute nun denken, dass da das Goophone die Nase vorne hat. Schließlich hat dieses einen Achtkern-Prozessor mit 2 Gigahertz und Samsung bietet nur vier Kerne mit 2,5 Gigahertz. Doch der Snapdragon 801-Chipsatz im Samsung Galaxy S5 ist aufgrund der besseren Architektur merklich leistungsfähiger, als der MediaTek-Chipsatz im Goophone S5. Trotzdem reicht die Leistung für die meisten Belange völlig aus. Beim internen Speicher hat das Goophone S5 einen klaren Vorteil. Hier steht es 32 GB zu 16 GB – wobei man bei Samsung auch nur 8 GB von Haus aus nutzen kann.

Beide Geräte kann man zudem mittels microSD-Kartenschacht erweitern. Widmen wir uns nun der Kamera. Samsung bietet 16 Megapixel und Goophone 13 Megapixel. Dies ist von der Auflösung her kein gewaltiger Unterschied, doch man kann sicher sein, dass Samsung eine bessere Optik und einen leistungsfähigeren Bildprozessor verbaut hat. Dafür hat das Goophone eine Frontkamera, welche mit 5 Megapixeln auflöst. Bei den Extras bietet Samsung mit dem Galaxy S5 wie eingangs erwähnt einen Fingerabdrucksensor auf der Hometaste und einen Pulsmesser auf der Rückseite. Doch manche sehen vielleicht das Extra des Goophones als nützlicher an, denn hier gibt es eine Dual-SIM-Funktion.

Man wird also zwei SIM-Karten in diesem Smartphone betreiben können. Bei der Software hat das Samsung Galaxy S5 jedoch deutlich die Nase vorne, denn die Koreaner liefern Android 4.4 KitKat von Haus aus mit. Das Goophone S5 hinkt da mit seinem Android 4.2 Jelly Bean etwas hinterher. Beide Geräte werden zudem in den Farben Weiß, Schwarz, Blau und Gold hergestellt. Der Knüller des Goophones ist aber wohl der Preis.

Goophone S5 vs. Galaxy S5: Preis und Fazit

Denn mit 300 Dollar (aktuell 218 Euro) zahlt man weniger als die Hälfte dessen was man voraussichtlich für das Samsung Galaxy S5 hinblättern muss. Mittlerweile sind chinesische Smartphones auch bei der Kernhardware recht gut zu gebrauchen und längst nicht mehr so mit Ramsch vollgestopft, wie es noch vor kurzer Zeit der Fall war. Das Goophone S5 ist also tatsächlich eine ernstzunehmende Alternative, wenn man ein Gerät möchte, welches das Samsung Galaxy S5-Design hat aber deutlich günstiger ist. Wenn man auf die Extras des S5 (samt LTE) und den schnelleren Chipsatz verzichten kann, spart man bei Goophone viel Geld und erhält ein gutes Smartphone. Schreibt uns eure Meinung zum Klon in die Kommentare.

Quelle: Engadget

Goophone S5: Chinesischer Samsung Galaxy S5-Klon kostet nur die Hälfte des Originals
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