Schulter an Schulter wollen Microsoft und der US-Buchhandelsriese Barnes & Noble künftig gegen die Übermacht in Sachen eBooks und eReader – Amazon und Apple – ankämpfen. Im Zuge der neuen Partnerschaft wird die eBook-Sparte von Barnes & Noble als Tochterfirma ausgegründet. Der Softwareriese investiert für einen Anteil von 17,6 Prozent daran  satte 300 Millionen Dollar. Eine der ersten konkreten Ergebnisse der Zusammenarbeit soll die Anbindung des kommenden PC- und Tablet-Betriebssystems Windows 8 an den Nook-Online-Store sein.

Nook Simple Touch Glowlight

Nook Simple Touch mit Glowlight (c) B&N

 

eBook, eReader, Tablet – Kampf der Giganten

Barnes & Noble kämpft mit seinen eReadern (Nook Simple Touch) und Tablets (Nook Tablet) gegen die schier übermächtige Konkurrenz von Amazon (Kindle Touch, Kindle Fire), Kobo (Kobo Touch, Kobo Vox) und Apple (iPad). Die Nook-Geräte sind allerdings nicht so beliebt wie die eReader und Tablets der großen nordamerikanischen Konkurrenten auf dem eBook-Markt, Amazon und Kobo bzw. Apple. Allerdings konnte Barnes & Noble mit seinem neuen Nook Simple Touch mit GlowLight den nach eigenen Angaben weltersten beleuchteten E-Ink-Reader auf den Markt bringen. Zudem plant Barnes & Noble offenbar in Kürze den Europa-Start. Eine Niederlassung in Deutschland ist schon gegründet worden.

Richtiger Partner, richtiger Zeitpunkt?

Ob Microsoft mit seiner millionenschweren Investition ins Schwarze getroffen oder aufs falsche Pferd gesetzt hat, wird sich erst noch erweisen. Sicher ist, dass Microsoft sowohl in Sachen Technologie als auch in Sachen Marketing wertvolle Unterstützung leisten kann. Zudem wird gemutmaßt, dass Microsoft, was den Zeitpunkt für den Einstieg in den eBook-Markt betrifft, ganz genau den richtigen Zeitpunkt erwischt haben könnte. Schließlich erwarten sich Experten von dem Ausgang der Preisabsprache-Verfahren in Europa und den USA eine weitere Öffnung des eBook-Marktes, berichtet Focus Online. In Europa ist da ja ohnehin noch Luft nach oben.

Einkauf ins eBook-Geschäft – Setzt Microsoft mit Barnes & Noble auf das richtige Pferd?
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