Sicher, die Umfrage, die Nathan Bransford in seinem Blog durchgeführt hat, ist keine wissenschaftliche Studie; aber sie zeigt einen Trend, der eBook-Autoren und Verlagen in Zukunft das Geschäft vermiesen könnte. In zwei Online-Umfragen im Abstand von knapp eineinhalb Jahren hat Nathan seine Leser gefragt, wieviel sie für ein eBook zahlen würden, wenn sie für die Hardcover-Version 25 Dollar auf den Tisch legen müssten. Das etwas deprimierende Ergebnis: Waren im Februar 2010 – bei der ersten Umfrage – noch 18 Prozent der Befragten bereit, in diesem Fall zwischen 15 und 25 Dollar zu zahlen, fanden im Juni 2011 nur noch 2 Prozent diesen Preis für angemessen. Das solltet ihr euch einmal genauer durch den Kopf gehen lassen.

Wert von eBooks sinkt

Denn im Gegenzug hat sich der Anteil derer, die für die eBook-Version eines 25-Dollar-Hardcover-Werks nur zwischen 0,99 bis 4,99 Dollar ausgeben würden, zwischen Februar 2010 und Juni 2011 von 5 auf 21 Prozent vervierfacht! Eine bedenkliche Entwicklung, wie ich finde. Denn irgendwie scheint es, als sei der Wert der Arbeit der in diesen Büchern steckt, enorm gesunken. Das hat sicherlich auch viel mit den 99-Cent-Autoren zu tun, die ihre Bücher in kurzen Abständen als Massenware auf den Markt bringen. Wenn in einem Fachbuch allerdings mehrere Jahre Arbeit stecken und das Publikum auf einige Experten und Studenten begrenzt ist, kann man doch nicht erwarten, dass die eBook-Version für ein paar Dollar herausgeschmissen wird, oder, was meint ihr?

via MobyLives

Preise: eBooks sinken im Wert
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