Online-Piraten interessieren sich offenbar nicht sonderlich für eBooks – jedenfalls einer aktuellen Umfrage aus Großbritannien zufolge.

Internetnutzer, die illegale Dateien downloaden, lesen kaum eBooks. Einer Studie zufolge haben 5,6 Millionen Briten schon einmal eine eBook-Datei heruntergeladen. Aber gerade einmal 1 Prozent der befragten Online-Nutzer über 12 Jahren lesen illegale eBooks.

eBook: 69 Prozent der Nutzer zahlen

Die Zahlbereitschaft ist bei eBook-Fans deutlich höher als bei anderen Internetnutzern. 69 Prozent zahlen für ihre digitalen Bücher. Währenddessen ist bei anderen Medien wie Filmen oder Musik die Zahl der illegalen Downloads um bis zu 10 Prozent gestiegen.

Leere Seiten: Online-Piraten interessieren sich angeblich nicht für eBooks (c) Luis Llerena

Leere Seiten: Online-Piraten interessieren sich angeblich nicht für eBooks (c) Luis Llerena

Der Studie von Kantar Media zufolge hat jeder fünfte Brite Zugang zu illegalen Downloads. eBooks scheinen aber nicht im Fokus der Online-Piraten zu stehen, schließen die Studienautoren. eBook-Leser würden für ihre digitalen Bücher deutlich häufiger bezahlen als Nutzer anderer Medien für ihre Inhalte.

Deutsche eBook-Piraten: 1 gekauftes vs. 10 geklaute eBooks

Für den deutschen Markt gehen Studien allerdings davon aus, dass zumindest die Zahl der illegal angebotenen eBooks enorm gestiegen ist. Laut der Studie „Gutenberg 3.4 – E-Book-Piracy Report“ wurden im Jahr 2013 12,4 Millionen eBooks verkauft, aber auf ein legal erworbenes eBook kämen zehn illegale Raubkopien.

Allerdings sind diese Studienergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Der Zugang zu belastbarem Zahlenmaterial fehlt offenbar. Es gibt auch keine absolut aktuellen Untersuchungen für den deutschen eBook-Markt – oder kennt ihr welche?

via pressetext

Online-Piraten pfeifen auf eBooks
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