„Ach, ihr wollt ein Buch bei Amazon kaufen, warum nehmt ihr nicht ein eBook, das ist doch viel billiger!“ So oder so ähnlich ist wohl Amazons neuer Kaufanreiz zu verstehen, der mir jüngst beim Betrachten eines Buches ins Auge gefallen ist.

Amazon stößt Kunden mit der Nase auf günstigere eBooks

eBooks sind nicht immer, aber in vielen Fällen günstiger als ihre papiernen Widerparts. Wohl um den insgesamt eher stockenden eBook-Verkauf anzukurbeln, hat Amazon jetzt neue Kaufanreize auf seiner Plattform platziert. Wer nach einem Buch schaut, bekommt jetzt über ein Pop-up angezeigt, dass die Kindle-eBook-Variante deutlich günstiger wäre.

Billiger: Amazon will Buch-Interessenten zum eBook-Kauf bringen (c) Amazon/eBook-Fieber.de

In meinem Fall handelt es sich um das im August 2016 erschienene schicke Rezepte-Buch „Obst: 120 Rezepte von salzig bis süß“ von Bernadette Wörndl. Das kostet in Papierform – was in diesem Fall sicher mehr Sinn ergibt – 34,90 Euro. Als Kindle-eBook wird es zum Preis von 19,99 Euro angeboten. Amazon rechnet vor: „Sparen Sie EUR 14,91 (43%), indem Sie sich für das Kindle eBook entscheiden.

OBST: 120 Rezepte von salzig bis süß
4 Bewertungen
OBST: 120 Rezepte von salzig bis süß
  • Bernadette Wörndl
  • Brandstätter Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Wer das möchte, kann auf den gelb hinterlegten Button „Ja, jetzt Kindle eBook anzeigen.“ klicken. Wer sich – wie ich – wirklich eher für das Print-Buch interessiert, muss den grauen Button klicken und in Folgendes einwilligen: „Nein, ich möchte NICHT EUR 14,91 sparen“. Das Pop-up trägt den Hinweis im Titel, dass eine günstigere Version als Kindle-eBook verfügbar wäre. Außerdem wird auf die Kindle-eReader und die Kindle-Apps zum Lesen der eBooks verwiesen.

Pop-up-Werbung für eBook-Sparer? Bitte nicht, Amazon

Mann, doofer geht’s echt nicht, oder? Der Hinweis, dass eine günstigere Version im digitalen Format vorhanden ist, hätte doch vollkommen gereicht. Aber als Pop-up und mit dem traurig stimmenden Button, mit dem zugibt, dass man vielleicht doch lieber ein gedrucktes Buch lesen will? Mir ist das Pop-up-Fenster nur einmal untergekommen, scheint sich also um einen Test zu handeln. Mein Ratschlag an Amazon: Bitte nicht!

Ist euch das auch schon aufgefallen?

Amazon will Buch-Käufer zu eBook-Kauf verleiten
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