Wer eher auf beschauliche Krimis steht, für den ist Stieg Larssons dreiteilige „Millenium“-Reihe sicher nicht das Richtige. Protagonistin ist die Hackerin Lisbeth Salander, die gemeinsam mit Ermittler Mikael Blomkvist in die Abgründe schaut, die sich im vermeintlich so beschaulichen Schweden auftun. Die Fortsetzung, „Verschwörung“, startet am Donnerstag.

„Verblendung“, so der Name des ersten Teils, erzählt vom rätselhaften Verschwinden der damals 16-jährigen Harriet Vanger, das auch 40 Jahre später noch nicht gelöst ist. Mikael Blomkvist, eigentlich Journalist, nimmt sich des Falles an, als Biograf getarnt taucht er nach seiner Beauftragung durch Harriets Großonkel Henrik tief in die Familiengeschichte ein, um Licht ins Dunkel zu bringen, das auch vier Jahrzehnte nach Harriets Verschwinden herrscht.

Abgründe hinter einer bürgerlichen Fassade

Bald findet er heraus, dass er nicht nur von Henrik Vanger mit Fehlinformationen eingedeckt worden ist, sondern dass er überdies bei seinen Ermittlungen von der Hackerin Lisbeth Salander beobachtet wird, die ihrerseits wiederum von ihrem Vormund ausgenutzt wird. Erst, als Blomkvist und Salander schließlich zusammenarbeiten, enthüllen sie nach und nach, was mit Harriet geschehen ist – und begeben sich tief hinunter in die Schlünde, die hinter der bürgerlichen Fassade von Familie Vanger lauern, bis sie selbst in höchster Lebensgefahr sind.

Cover "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson (c) Heyne

Cover „Millenium“-Trilogie von Stieg Larsson (c) Heyne

In „Verdammnis“, der Fortsetzung, wird Lisbeth Salander verdächtigt, zwei Menschen ermordet zu haben, die über einen Frauenhändlerring geschrieben hatten. Auf dem Revolver befinden sich Lisbeths Fingerabdrücke, und zu allem Überfluss wird am gleichen Tag auch ihr Betreuer erschossen – mit der gleichen Waffe. Lisbeth taucht daraufhin ab und wird gesucht, Blomkvist jedoch beginnt zu ermitteln, weil er von ihrer Unschuld überzeugt ist.

Die Figuren haben Tiefe, die Handlung ist authentisch

Blomkvist deckt dabei düstere Mysterien rund um Lisbeths Vergangenheit und eine unglaubliche Verschwörung auf. In einem dramatischen Finish muss er an seine Grenzen gehen, um Lisbeth vor ihren zahlreichen Feinden zu retten. „Vergebung“ rundet die „Millenium“-Trilogie ab, benannt übrigens nach der in den Romanen immer wieder auftauchenden Zeitschrift „Millennium“, für die Blomkvist arbeitet.

Mit einer Kugel im Kopf wird Lisbeth mehr tot als lebendig ins Krankenhaus eingeliefert, dort ist sie allerdings nicht sicher, man trachtet ihr weiter nach dem Leben. Zudem setzt die Polizei alles daran, sie in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Nur Blomkvists Recherchen und ihren wenigen Freunden verdankt sie es, am Ende zu überleben. Dabei deckt Blomkvist etwas auf, das ganz Schweden bis in seine Grundfeste erbeben lässt.

Die Romane sind hervorragend erzählt, glaubwürdig und äußerst spannend, und das bis zu den letzten Zeilen. Larsson hat es verstanden, den Figuren die nötige Tiefe zu verleihen und seine Leser in seinen Bann zu ziehen.

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In der kommenden Woche, genauer gesagt, am Donnerstag, 27. August 2015, erscheint die Fortsetzung der „Millenium“-Trilogie, „Verschwörung“, – aus der Feder des schwedischen Autoren David Lagercrantz.

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Stieg Larsson – „Millennium“-Trilogie: „Verblendung“, „Verdammnis“, „Vergebung“
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