Regina Gärtners „Liebe unter griechischen Himmel“ wendet sich eher an jene Leser, die mit dicken Schinken so ihre Probleme haben und sich mit kürzeren Romanen leichter tun. Wer das mag, für den ist das eBook eine ideale und kurzweilige Geschichte für zwischendurch.

Alles beginnt auf einem edlen Segelschiff an der Küste der griechischen Chalkidike. Beim Anblick des Boots ist Alison hin und weg, „vielleicht würde die kleine Segeltour ja doch nicht so unangenehm werden, wie sie befürchtet hatte“. Ein Segeltörn in Griechenland, der unerträglich ist? Was ist da bloß los?

Heiße Flirts im griechischen Sommer

Die Aufklärung liefert Regina Gärtner schnell nach. Alisons gute Freundin, die – ganz schön triefend griechisch – Olympia heißt, hat sich mit ihrem Bruder Alexandros heillos zerstritten und Alison gebeten, sie doch auf ihrer Kreuzfahrt mit dem Segler zu begleiten, um dabei zu helfen, dass die Geschwister sich wieder vertragen.

Cover "Liebe unter griechischem Himmel" von Regina Gärtner (c) Edel

Cover „Liebe unter griechischem Himmel“ von Regina Gärtner (c) Edel

Klar, dass Alison da erst mal skeptisch ist. Doch dann sieht sie das Boot und kurz darauf lernt sie Alexandros kennen, von dem sie nicht weniger angetan ist als von der Pinasse.

Denn der Bruder ist Alison gegenüber äußerst zuvorkommend, hilfreich und reizend. Und noch dazu ist er überaus gutaussehend. Kurzum: Alison fühlt sich zu Alexandros hingezogen und schnell wird aus harmlosen Flirts eine heiße Liebesnacht. Allerdings hatte Olympia ihrem Bruder verschwiegen, weswegen Alison tatsächlich bei dem Törn dabei ist – und Alexandros reagiert Alison gegenüber daraufhin ziemlich unwirsch und will mit ihr nichts mehr zu tun haben.

Später klärt Olympia ihren Bruder dann zwar auf, und er geht wieder auf Alison zu, doch diese ist von seiner Reaktion zuvor noch tief verletzt und möchte mit ihm nichts mehr zu tun haben.

Hintertriebenes Spiel der ehemaligen Geliebten

Gerade, als Alexandros‘ Charme bei Alison fast wieder zu wirken begonnen hätte, taucht dessen frühere Freundin Despina auf der Bildfläche auf, und wie immer in derlei Konstellationen wird schnell klar: Drei sind einer zu viel. Despina denkt nämlich gar nicht daran, Alexandros aufzugeben, vielmehr will sie Alison zur Seite bugsieren, um ihren Ex zurückzuerobern und ihn heiraten zu können, da sie sich von dieser Ehe enorme ökonomische Profite für sich und ihre Familie erhofft. Das hintertriebene Spiel kann beginnen …

Unter dem blauen hellenischen Himmel inszeniert Regina Gärtner eine klassische Ménage-à-trois, bei der schnell klar wird, dass mindestens einer in der Geschichte auf der Strecke bleibt. Wer? Das wird hier nicht verraten. Etwas Restspannung muss ja bleiben.

Das heißt natürlich nicht, dass die Geschichte keine Spannung hätte, manchmal allerdings sind einige Wendungen ziemlich vorhersehbar. Wer aber nicht allzu kritisch sein möchte, sieht in „Liebe unter griechischen Himmel“ einen durchaus gelungenen Kurzroman, der über weite Strecken zu unterhalten weiß.

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„Liebe unter griechischen Himmel“: Drei sind einer zu viel
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