Schottland gilt als das Land der Mythen und hat sich nicht zuletzt dank des sagenumwobenen Fabelwesens Nessie aus dem Loch Ness einen Namen gemacht. Doch auch die wunderschönen Landschaftsbilder machen Schottland zu einer perfekten Kulisse für so manches Märchen. Eine Kulisse, die sich auch die Autorin Martina Gercke für ihren jüngsten Roman „Liebe kommt im Schottenrock“ zu eigen gemacht hat.

Als aufstrebende Reporterin einer hippen Frauenzeitschrift ist es ein Leichtes, stets die richtigen Worte zu finden. Was aber passiert, wenn es eine junge New Yorkerin samt Highheels und Vorurteilen in das abgelegenste Dörfchen Schottlands verschlägt?

Eine Erfolgsserie, ein Interview und das ganz große Chaos

Cassie Devinmoore ist eine erfolgreiche Reporterin der Frauenzeitschrift StarTouch und wohnt zusammen mit ihren drei Freundinnen in einer schicken WG im hippen Londoner Viertel Portobello.

Wenn auch die durchschlagenden Quoten der Fernsehserie „Highlander Kisses“ eine klare Sprache sprechen, kann Cassie diesem Trubel wenig abgewinnen. Als überzeugte Britin ist sie weder Schottland noch dem selbstgefälligen Serienliebling Sam MacLeod zugetan und hält damit auch nicht hinterm Berg. In einer ausgiebigen Kolumne verleiht sie ihrer Abneigung Ausdruck und lässt kein gutes Haar an dem umschwärmten Schauspiel-Schönling.

Cover "Liebe kommt im Schottenrock" von Martina Gercke (c) Amazon/Gercke

Cover „Liebe kommt im Schottenrock“ von Martina Gercke (c) Amazon/Gercke

Nun sieht man sich bekanntlich immer zweimal im Leben, und Cassie soll nur allzu schnell die Quittung für ihre Hasstirade erhalten. Als eine Arbeitskollegin unerwartet ausfällt, wird ihr prompt das Interview mit dem ungeliebten Fernsehstar aufgetragen.

Missmutig macht sie sich auf den Weg nach Applecross, einem abgelegenen Dörfchen Schottlands, um das Interview so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Wie nicht anders erwartet, endet das Gespräch in einem einzigen Fiasko und Cassie erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, bloßgestellt zu werden.

Trotz Sturms und Regen ergreift sie umgehend die Flucht und stößt ausgerechnet mit einem freilaufenden Schaf zusammen. Kurze Zeit später findet sie sich in einem kleinen schottischen Cottage wieder und kann sich an nichts erinnern. Als sich ihr dann noch ein fremder Mann namens Sam vorstellt und behauptet, ihr Ehemann Mann zu sein, ist das Chaos perfekt. Denn ohne es zu wissen, bekommt Cassie eine ganz besondere Kostprobe von Sams schauspielerischem Talent.

Eine spritzige Liebeskomödie mit heißen Wortgefechten

Martina Gercke liefert mit „Liebe kommt im Schottenrock“ eine witzig-frische Liebeskomödie, die zwar mit einer Prise Kitsch versehen ist, dabei aber keinesfalls abgedroschen wirkt.

Neben einer romantischen Liebesgeschichte wartet der Roman mit heißen Wortgefechten auf, die das Erzähltempo vorantreiben und dem Leser immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Besonders bei ihren bildhaften Schilderungen beweist die Autorin ein feines Auge für die Schönheit der schottischen Highlands und gewährt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die facettenreichen Landschaften Schottlands.

Auch auf das Wesen und die Mentalität der Schotten wird genauestens eingegangen, sodass der Leser ein detailliertes Bild von den Werten und Traditionen dieser Kultur erlangt.

Wenn auch Liebesromane gerne mal vorhersehbar sind, ist der Roman mit immer neuen Wendungen gespickt, die so nicht zu erwarten waren. So fiebert der Leser bis zum Schluss mit Cassie und Sam mit und hofft, dass beide letztlich noch zueinander finden.

Fazit: Gelungener Einstieg in die Portobello-Girls-Reihe

Mit „Liebe kommt im Schottenrock“ präsentiert Martina Gercke ihren Lesern eine spritzige Liebeskomödie, die einen gelungenen Einstieg in die Buch-Reihe der Portobello-Girls liefert.

Die herrlich witzig geschriebene Geschichte über Liebe, Vorurteile und Freundschaft entführt den Leser ins schöne Schottland und bietet eine seichte Unterhaltung für zwischendurch.

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„Liebe kommt im Schottenrock“ von Martina Gercke – Küssen die Schotten wirklich besser?
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