Sie zählt zu den essenziellsten Geschenken jedes Lebewesens und lässt sich mit keinem Geld der Welt bezahlen: Freiheit. Eine tiefe Sehnsucht, die Menschen wie Tiere miteinander verbindet. Doch was passiert, wenn das Verbrechen sich genau diesen Wunsch zu eigen macht, um ihn für seine grausamen Machenschaften zu missbrauchen? Diese eindringliche wie auch brisante Frage beantwortet Andreas Winkelmann in seinem jüngsten Thriller „Die Zucht“.

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Ein abgelegenes Dorf und eine erschreckende Welle des Verbrechens: Eine Kindesentführung, eine Hundeleiche und das Verschwinden einer engagierten Tierschützerin. Drei traurige Schicksale, die selbst die Ermittler zunächst vor ein großes Rätsel stellen. Bis feine Parallelen zu längst vergangenen Fällen erkennbar werden. Denn ein Gesetz sollte man nie vergessen: Zufälle gibt es in der Welt der Verbrechen nur sehr selten.

Ein abgelegenes Dorf und eine rätselhafte Reihe an Verbrechen

Ein abgelegenes Dorf am Rande der tschechischen Grenze. Der sechsjährige Oleg Schwabe spielt wie jeden Tag im Garten seiner Eltern und ist von einem Moment zum nächsten wie vom Erdboden verschwunden. Als der Junge auch Tage später nicht gefunden wird, liegt der Verdacht einer Entführung nahe! Kurze Zeit später ereignen sich weitere merkwürdige Verbrechen: Ein toter Hund wird in selbigem Dorf aufgefunden und auch eine bekannte Hundeschützerin kehrt nicht wieder nach Hause zurück.

Cover: "Die Zucht" von Andreas Winkelmann (c) Rowohlt

Cover: „Die Zucht“ von Andreas Winkelmann (c) Rowohlt

Der Fall wird dem erfahrenen Kommissar Henry Conroy und seiner toughen Kollegin Manuela Sperling übertragen. Zunächst scheint nichts zusammenzupassen, bis schließlich Kommissarin Sperling auf eine entscheidende Spur stößt, welche auf abstruse Weise Parallelen zu anderen Vermisstenfällen aufweist. Über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren sind deutschlandweit bereits drei weitere Jungen in Olegs Alter verschwunden und konnten bis heute nicht ausfindig gemacht werden.

Doch was hat dieses Verbrechen mit der Ermordung von Hunden auf sich? Ist auch die Tierschützerin einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen? Der Fall zieht weite Kreise und schon bald finden die Ermittler sich in einem Netz aus düsteren Geheimnissen wieder, dessen Ausmaße sie nicht ansatzweise erahnen.

„Die Zucht“: Spannend, schockierend und aufrüttelnd

Fängt der Plot zunächst recht harmlos an, gewinnt er mit den Kapiteln zunehmend an Fahrt und Komplexität. Die Kapitelenden sind mit geschickten Cliffhängern versehen, die regelrecht zum Weiterlesen verführen.
Dabei wird der Roman vor allem durch den bildlichen Schreibstil sowie die atmosphärische Beschreibung der Schauplätze getragen, die den Leser unweigerlich in das Geschehen eintauchen lassen. Die Protagonisten Manuela Sperling als auch der Polizeihauptkommissar Henry Conroy besitzen ihre ganz eigene Persönlichkeit und sind für den Leser sehr gut zugänglich.

Neben einem raffinierten Verwirrspiel und einem packenden Schreibstil sind es aber insbesondere die ernsten Hintergrundthemen, die den Roman an Vielschichtigkeit gewinnen lassen. So setzt Winkelmann vor allem den illegalen Hunde- und Welpenhandel in den Fokus, welcher mit seinen schrecklichen Folgen auch heute noch ein trauriges Thema unserer Gesellschaft ist.

Fazit: Thriller spricht dunkle Seiten der Gesellschaft an

Mit „Die Zucht“ präsentiert Andreas Winkelmann seinen Lesern einen spannungsgeladenen Roman mit einem fesselnden Schreibstil sowie vielversprechenden Charakteren, der seinen Lesern mitreißende Lesestunden bietet. Zugleich verpackt Winkelmann hier ein trauriges und ernstes Thema, welches den Leser auch nach dem fulminanten Finale noch lange Zeit begleitet.

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„Die Zucht“ von Andreas Winkelmann: Ein grausames Geschäft mit der Unschuld
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