Ein Bündnis kann alte Freunde unerwartet wieder zusammenführen oder eine bestehende Freundschaft auf die Probe stellen. Doch wie stark ein menschliches Band wirklich ist, weiß man lange Zeit selbst nicht. Bis dieses Band eines Tages geprüft wird. Dass sich ein Sieg nur selten alleine erringen lässt, beweist Dora Heldt auf spannende wie humorvolle Weise in ihrem jüngsten Krimi „Böse Leute“.

„Böse Leute“ von Dora Heldt
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Eine Serie rätselhafter Einbrüche verbreitet Angst und Schrecken auf der beschaulichen Insel Sylt. Vorrangiges Ziel der Täter: ältere, alleinstehende Frauen. Doch weder Bargeld noch Schmuck scheinen für die Verbrecher interessant. Vielmehr finden sie Gefallen daran, Verwüstung anzurichten und mit der Angst ihrer Opfer zu spielen.

„Böse Leute“: Freundschaftliches Band zum neuen Leben

Nach über 20 Jahren in der Polizeiarbeit in Münster kehrt Maren wieder in ihre Heimat Sylt zurück, nachdem ihr Freund sie mit einer Arbeitskollegin betrogen hat. Zudem möchte sie ihren Vater Onno unterstützen, der sich nach dem Tod seiner Frau zunehmend in die Einsamkeit zurückzieht.

Cover: "Böse Leute" von Dora Heldt (c) dtv

Cover: „Böse Leute“ von Dora Heldt (c) dtv

Doch die Idylle der sonst so beschaulichen Insel wird schnell zerstört: Eine mysteriöse Einbruchserie versetzt die Anwohner in Angst und Schrecken. Neben schicken Luxusvillen haben es die Täter vor allem auf die Häuser älterer, alleinstehender Damen abgesehen. Dabei wird ein seltsames Muster beobachtet: Nur selten wird etwas gestohlen, vielmehr haben es die Einbrecher auf Verwüstung und Vandalismus abgesehen.

Während die Polizei nur schleppend mit den Ermittlungen vorankommt, lassen die Vorfälle dem pensionierten Polizeihauptkommissar Karl Sönnigsen keine Ruhe. Empört von der Skrupellosigkeit der Täter will er sich mit der Rolle des machtlosen Zivilisten nicht abfinden und traut seinem Nachfolger keineswegs über den Weg. Als seine Hilfe jedoch vehement abgelehnt wird und die Polizei ihm sogar noch Hausverbot erteilt, stellt er mit seinen Freunden Onno, Inge und Charlotte sein eigenes Ermittlerteam auf die Beine.

Voller Tatendrang macht sich das Quartett auf die Suche nach den Übeltätern und findet schon bald die ersten Spuren.

Fesselnd, heiter und unbeschwert

Mit „Böse Leute“ liefert Dora Heldt leichte und spannende Lesekost und zieht den Leser mit ihrem flinken Schreibstil unmittelbar in ihren Bann. Dabei versteht sie es, die Dinge gekonnt auf den Punkt zu bringen und sich nicht in ausschweifenden Schilderungen zu verlieren. In einer für einen Krimi eher untypisch heiteren und unbeschwerten Art fesselt sie den Leser, der sich schnell als Teil der munteren Rentner-Gang fühlt.

Der beispiellose Elan, der die eng verbundenen Freunde bei ihren Ermittlungen antreibt, ist bezeichnend für die Geschichte und zaubert dem Leser nicht selten ein Schmunzeln ins Gesicht.

Liebevoll und authentisch zeichnet sie jeden einzelnen Charakter und vermittelt unterschwellig, welchen Wert Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe hat. Trotz der durchweg heiteren Note wird die Spannung stets hochgehalten und der Leser fiebert bis zuletzt, was es mit den mysteriösen Einbrüchen auf sich hat. Sylt fungiert mit seiner beinahe trügerischen Idylle dabei als perfekter Handlungsort und ist ebenso bildhaft und lebendig beschrieben wie die Protagonisten.

Fazit: Krimi mit Charme und liebenswerten Protagonisten

Mit „Böse Leute“ präsentiert Dora Heldt ihren Lesern einen ebenso packenden wie heiteren Küsten-Krimi mit gut durchdachtem Plot, Charme und liebenswerten Protagonisten. Erfrischende Lesekost, die den Urlaub am Meer gleich viel unterhaltsamer werden lässt!

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„Böse Leute“ von Dora Heldt: Wenn Angst zur grausamen Waffe wird
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