Eines muss man dem neuen Sony Reader PRS-T2 lassen: Mit seinen 164 Gramm ist er immer noch einer der leichtesten eReader auf dem Markt, der eReader liegt gut in der Hand. Auch das neue Design gefällt. Im Test konnte der Sony eReader PRS-T1 mit schnellem Umblättern, dem kontrastreichen Display und der guten Bedienbarkeit punkten. Etwas umständlich ist der Download von eBooks auf den PRS-T2, denn nach wie vor ist der deutsche Sony Reader Store zwar als Logo auf dem eReader präsent, einen Zugang hat man von Deutschland aus aber nicht. Die Audio-Funktion wiederum hat Sony beim PRS-T2 einfach gekappt.

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Sony eReader PRS-T2 kaufen

Doch fangen wir vorne an. Auffällig neu am Sony PRS-T2 sind die Bedientasten, die im Vergleich zum Vorgängermodell Sony Reader PRS-T1 statt in einer Metallleiste einzeln und in der Form ihrer Funktion daherkommen. Nun ist es auch ohne extra Blick möglich, zu navigieren – Tasten reicht. Allerdings sind gerade die Umblättertasten wenig abgerundet, sodass sie den Tastenden durchaus leicht in den Finger pieken, aber das ist eine Kleinigkeit. Die Bedienbarkeit bleibt davon unberührt. Die Tasten reagieren sehr gut. Meine persönliche Meinung: Die neue Lösung gefällt mir allein vom Design her viel besser. Ansonsten ist in Sachen Design beim schwarzen PRS-T2-Modell auf eine matte Oberfläche gesetzt worden, was auch einen besseren Eindruck macht.

Sony PRS-T2 im Test: Handschrift

 

Sony PRS-T2 Test: Bequem in der Hand

Neben den fünf Funktionstasten gibt es noch einen Ausschalter an der Unterseite sowie einen USB-Anschluss und den Resetknopf. An der Rückseite ist – sehr diskret – der Slot für die Micros-SD-Karte untergebracht, mit der der 2-GB-Speicher des Sony eReader aufrüstbar ist. Aufgrund des geringen Gewichts und der Vor- und Rückblättertasten lässt sich der Sony PRS-T2 bequem in einer Hand halten und bedienen, zumindest was das Lesen angeht. Von der Wisch-Lösung beim Blättern über den Touchscreen bin ich hingegen nicht so überzeugt. Da gefallen mir Kindle Touch und Kobo Touch besser.

Sony PRS-T2 im Test: Anschlüsse

 

Ansonsten ist beim Sony PRS-T2 vieles beim Alten geblieben, was nicht schlecht sein muss, aber auch nicht gerade für technologische Innovation spricht. Der Startbildschirm präsentiert sich übersichtlich. Die eBooks werden mit Covern dargestellt, das aktuelle zuerst, mit Fortschrittsanzeige und besonders hervorgehoben, danach die neu hinzugefügten. Unter der Buchcover-Anzeige finden sich die Navigationsbuttons, die den eReader-User zu den Bücherregalen, in den Reader Store, zu weiteren Shops und zu den Anwendungen führen sollen. Allerdings ist der Sony Reader Store noch immer nicht für deutsche und österreichische User zugänglich. Unter weitere Shops findet sich lediglich eine Verknüpfung zu libri.de. Der eBook-Einkauf vom eReader aus wird damit sehr erschwert, es empfiehlt sich – solange der Sony Reader Store noch nicht aktiv ist – die eBooks am PC zu kaufen und via USB-Kabel zu laden.

Facebook- und Evernot-Synchronisierung

Unter dem Menüpunkt „Anwendungen“ sind die wirklich spannenden Features des Sony PRS-T2 enthalten. Hier finden sich neben den altbekannten Anwendungen wie dem Browser, den Notizen, der Handschrift-Funktion oder dem Wörterbuch auch die zwei neuen Features, nämlich die Verknüpfung zu Facebook und Evernote. Somit können Zitate und Notizen bei Facebook geteilt und mit dem eigenen Evernote-Account synchronisiert werden. Ein Pluspunkt: Ähnlich wie bei der Send-to-Kindle-Funktion können via Evernote „Clearly“ Internet-Artikel für das spätere Lesen auf dem Sony PRS-T2 bereitgestellt werden, einen Evernote-Account und ein entsprechendes Browser-Plugin vorausgesetzt.

Zwei wichtige Funktionen müssen unbedingt noch erwähnt werden. Zum einen die Möglichkeit, Notizen und Markierungen zu machen, zum anderen die PDF-Reflow-Funktion. Notizen und Markierungen lassen sich – auch unter Zuhilfenahme des Stylus – einfach aus dem Text heraus machen. Dazu muss ein Wort bzw. eine Wortgruppe mit Finger oder Stift markiert werden. Daraufhin erscheint ein Auswahlmenü, wo man aussuchen kann, ob eine Notiz hinzugefügt (per Tastatur oder Zeichnung), der entsprechende Textteil markiert oder via Facebook oder Evernote in die Weiten des WWW geschickt werden soll. Natürlich lassen sich beim eBooks lesen am Sony PRS-T2 auch Schriftart und Schriftgröße einstellen. Die Auswahl an Schriftarten ist mit 7 etwas mau, die Größe lässt sich in 8 verschiedenen Stufen regeln. Texte verkleinern oder vergrößern kann entweder über den Menüpunkt „Schriftart“ verfolgen oder einfach durch Groß- oder Kleinziehen mit zwei Fingern auf dem Touchscreen.

Sony PRS-T2 im Test: PDF-Reflow und Markierung/Notiz

 

PDF-Reflow inklusive

Die Schriftgröße spielt auch eine wichtige Rolle bei der wohl coolsten Funktion des Sony Readers PRS-T2 – der eingebauten PDF-Reflow-Funktion. Die Crux beim Anschauen von PDF-Dateien auf eReadern ist ja immer, dass die Seite nur als Ganzes dargestellt wird und die Schrift dann ziemlich klein daherkommt. Vergrößert man das Ganze, hat man nur noch einen Ausschnitt und muss sich umständlich durchnavigieren. Die eingebaute PDF-Reflow-Funktion des Sony Readers sorgt automatisch für eine Umwandlung des Textes im PDF-File in Fließtext und erleichtert das Lesen erheblich. Man muss nur die Schriftgröße vergrößern, dann startet der PDF-Reflow-Vorgang. Dann sind sogar Notizen und Markierungen möglich.

Fazit: Auf der technologischen Seite hat sich beim Sony Reader PRS-T2 gegenüber dem Vorgänger-Modell nicht viel getan. Der PRS-T2 soll aber insgesamt schneller geworden sein, etwa beim Umblättern und beim PDF-Reflow. Das ließ sich in meinem Test mangels Vergleichs-eReader nicht beweisen, wird aber stimmen. Der Verlust der Audio-Funktion stört mich persönlich nicht, das neue Design überzeugt mich. Ansonsten kann man sagen, der Sony PRS-T2 ist einfach ein sehr guter eReader, der unbedingt zu empfehlen ist, gerade wenn man viele PDF-Files liest. Allerdings wird dem Sony PRS-T2 die harte Konkurrenz von Kindle Paperwhite und Kobo Glo, den Konkurrenten aus der eReader-Top-3 mit beleuchtetem und stark verbesserten Display, sehr zusetzen. Auch preislich hat Sony mit den für den PRS-T2 aufgerufenen 139 Euro keine Vorteile gegenüber Amazon und Kobo.

Zwei Sachen haben mir im Vergleich zum Kindle Touch nicht so gut gefallen. Einerseits fehlt einfach die Shop-Anbindung. Solange man nicht einfach per WLAN in Sonys Reader Store eBooks einkaufen kann, ist mir das Prozedere gegenüber der Amazon-Lösung zu umständlich. Auch manche Menüstrukturen wie das Einrichten und Erreichen von eigenen Bücherregalen hat mich nicht überzeugt. Nervig ist auch, wenn man bei ausgeschaltetem WLAN doch etwas im Internet nachschlagen will, muss man das WLAN von der Startseite über das Menü einstellen, statt es wie beim Kindle Touch gleich gestartet wird. Aber egal, das sind Kleinigkeiten. Ansonsten ist der PRS-T2 dem Kindle Touch mindestens ebenbürtig. In Sachen ePub-Lesefähigkeit und PDF-Reflow sogar deutlich überlegen.

Technische Details Sony Reader PRS-T2

Screen:
6 Zoll E-Ink Pearl Display mit Blendeschutz
Klarer IR Doppel-Touchscreen
Auflösung: 
800 x 600 Pixel
Speicher:
2 GB interner Speicher, aufrüstbar via MicroSD-Karte
Akkudauer: 
6-8 Wochen
Formate:
Text – EPUB E-Books, Adobe® PDF, TXT
Bild – JPEG, GIF, PNG, BMP
Gewicht:
164 Gramm
Abmessungen (H/B/T):
173 x 110 x 9,1 Millimeter
Zubehör:
Micro-USB-Kabel, Stylus-Stift, Kurzanleitung

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