eBooks gehört die Zukunft – in welcher Form und auf welchem Lesegerät auch immer. Ich glaube, diesem Satz kann niemand widersprechen, der die aktuelle Entwicklung nüchtern mitverfolgt. Das bedeutet nicht, dass das traditionelle Buch komplett verschwindet, aber es heißt, dass der Großteil der Inhalte, die noch auf Papier gedruckt werden, schon bald ausschließlich auf dem eBook-Reader oder dem Tablet-PC gelesen werden. Extra aufwändig gestaltete Sonderausgaben und Bildbände einmal ausgenommen.

Aus für Buchläden prognostiziert

Der Handel mit Büchern – egal ob aus Papier oder digital als eBook – wird sich weiter ins Internet verlagern. Die aktuellen Schwierigkeiten von kleinen Buchhandlungen deuten die kommende Entwicklung schon an. Tom Hillenbrand hat dies in seinen “Zehn steilen Thesen zum eBook” auf den Punkt gebracht. These 1 lautet nämlich: “Die Buchläden werden (fast alle) sterben.” Nicht, dass sich das irgendwer wünschte, aber Hillenbrands Vergleich mit den Plattenläden in den 80er-Jahren ist schon überzeugend. Keiner hat so recht daran geglaubt, aber heute erfreut sich die Vinyl-Platte allenfalls bei Sound-Liebhabern und Nostalgikern einiger Beliebtheit. Und wann habt ihr zum letzten Mal einen Plattenladen gesehen?

eBook mit Umsatzanteil von 1 Prozent

Das eBook ist in Deutschland noch nicht wirklich angekommen, aber die Lust auf das eBook wächst ständig, heißt es in der aktuellen Studie “Markt mit Perspektiven – das E-Book in Deutschland 2011″. Der Umsatz mit E-Books hat sich im Vergleich zu 2010 verdoppelt, macht aber nur einen Anteil von 1 Prozent am Gesamtumsatz aus, wenn Fachbücher und Schulbücher herausgerechnet werden. Buchhandlungen wollen sich nun in Sachen eBooks besser aufstellen und eBooks und eReader anbieten. Noch ist die Nachfrage aber sehr gering. Aber mal ganz ehrlich: Würdet ihr in eine Buchhandlung gehen, um euch einen eReader zu kaufen oder gar ein eBook herunterzuladen?

Buch: Beratung vs. Kundenrezensionen

Bisher verstehen sich die Buchhändler vor allem als Berater im Buch-Angebotsdschungel. Die meisten Leute, mit denen ich gesprochen habe, gehen heutzutage aber lieber ins Internet und lassen sich anhand der Kundenempfehlungen oder der Rezensionen in dezidierten Buchblogs beraten. Mein letzter Besuch in einer Buchhandlung endete damit, dass ich das gewünschte Buch bestellen hätte lassen müssen. Aber das kann ich auch von Zuhause aus machen, mein Buch wäre am nächsten Tag auf meinem Schreibtisch, eine eBook-Ausgabe hätte ich sogar innerhalb von Minuten auf meinem eBook-Reader.

eBook kaufen und Buch schenken

Keine Frage, ich bleibe meiner Lieblingsbuchhandlung so lange treu, wie es sie gibt. Gerade, wenn ich Geschenke für den Geburtstag oder zu Weihnachten suche, mache ich dort gern Station. Wenn ich allerdings schnell eine bestimmte Leselektüre in Händen halten will, entscheide ich mich meist für die eBook-Variante. Auf dem eReader kann ich mehrere “Bücher” – auch schwere Wälzer – ganz leicht  überall mit hinnehmen. Und auch mal in der S-Bahn oder im Zug ein “Harry-Potter”-eBook lesen, ohne dass ich scheel angeschaut werde.

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